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Stadt kauft Container für Schule

Langenhagen Stadt kauft Container für Schule

Wegen fehlenden Brandschutzes gilt ein Großteil des Schulzentrums als Sanierungsfall. Jetzt ist die Stadt bei der Suche nach Ersatzräumen fündig geworden und hat mittels Eilentscheidung 17 Container gekauft.

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Die Stadt hat 17 gebrauchte Container für Schüler gekauft.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Noch ist die Tinte unter dem Kaufvertrag nicht trocken. Mittels Eilentscheidung - wie es das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) unter bestimmten Voraussetzungen ohne vorherigen politischen Beschluss vorsieht - haben Langenhagens Erste Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch und der erste stellvertretende Bürgermeister Willi Minne am Montagabend 17 gebrauchte Container gekauft. Der Preis beträgt knapp 900.000 Euro, berichtete Gotzes-Karrasch gestern.

„Kaufen ist günstiger als mieten“, betont die Erste Stadträtin. Denn wegen des in weiten Teilen fehlenden Brandschutzes und aufwendiger Sanierung des Schulzentrums rechnet sie mit einer vier- bis fünfjährigen Nutzungsdauer der Container. Für Transportkosten sowie vorbereitende Arbeiten und etwa Anschlüsse werden voraussichtlich weitere circa 300.000 Euro fällig.

Die Stadt sei nach einiger Recherche auf das Angebot in Neustadt an der Weinstraße gestoßen. Dort hatten die ein bis sieben Jahre alten Container bereits als Klassenräume gedient, sagt Gotzes-Karrasch. Der einwandfreie Zustand solle schriftlich garantiert werden, betont sie.

Fünf der Container in Modulbauweise sollen im Außenbereich der Friedrich-Ebert-Schule aufgestellt werden. Für den siebten Jahrgang des Gymnasiums. Die weiteren zwölf werden zwischen der Konrad-Adenauer-Straße und dem Sportplatz des Schulzentrums errichtet. Sie ergeben später Klassenräume zwischen 54 und 72 Quadratmetern Größe, berichtet Gotzes-Karrasch. Zehn von ihnen werden die Raumnot des Gymnasiums lindern, zwei sind für die IGS bestimmt. Zusätzlich wird die Integrierte Gesamtschule drei an der Pestalozzischule stehende Container als Klassenräume nutzen, sagt die Erste Stadträtin.

Um zumindest das Erd- und erste Obergeschoss des Schulzentrums weiter nutzen zu können, wird dieses vorerst eingerüstet. Das für etwa 314.000 Euro gemietete Baugerüst soll als Fluchtweg im Brandfall dienen.

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