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Baut die Stadt jetzt für alle?

Langenhagen Baut die Stadt jetzt für alle?

In Langenhagen fehlt Wohnraum - für Flüchtlinge, aber auch für jene, die wenig Geld haben. Deshalb will die Stadt jetzt Häuser bauen für alle und wünscht sich dafür Unterstützung der Politik. Die Standortwahl für Flüchtlingsmodulbauten findet indes große Unterstützung.

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Am Dienstag hat die Stadt nun erstmals dem Sozialausschuss eine Idee vorgestellt, wie wohnungssuchenden Menschen in Langenhagen geholfen werden könnte.

Quelle: Foto: Symbolbild

Langenhagen. Wohnraum für Flüchtlinge fehlt. Diese Nachricht gehört zu den Dauerbrennern in Nachrichten und politischen Ausschüssen. Doch ebenso fehlt es in Langenhagen an Wohnraum, die Einwohner mit kleinem Geldbeutel bezahlen können. Die allermeisten in der Kernstadt gerade im Bau befindlichen Häuser liegen im Quadratmeterpreis weit darüber. Nur durch Nachverhandlungen mit dem Investor entstehen jetzt 22 öffentlich geförderte Wohnungen am Eichenpark.

Am Dienstag hat die Stadt nun erstmals dem Sozialausschuss eine Idee vorgestellt, wie noch mehr wohnungssuchenden Menschen in Langenhagen geholfen werden könnte. Zum einen geht es um sechs auf das gesamte Stadtgebiet verteilte Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in Modulbauweise. „Das müssen keine Container sein“, sagte dazu Stadtbaurat Carsten Hettwer in der Sitzung, betonte allerdings, „dass auch Container inzwischen besser sind als ihr Ruf.“

Die sechs Standorte, allesamt in den betroffenen Ortsräten diskutiert, wurden vom Sozialausschuss einstimmig bestätigt. Da das Grundstück in Schulenburg zeitgleich für einen Anbau der Feuerwehr geeignet wäre, bat Gudrun Mennecke (SPD und Ortsbürgermeisterin von Engelbostel) darum, dieses Areal nicht als erstes zu bebauen. Alle Standorte werden jetzt in Details überprüft, bis sie in den politischen Gremien endgültig für den Bau freigegeben werden.

Überdies hat die Stadt fünf Grundstücke im Visier für insgesamt bis zu 60 Wohnungen. Nicht alle Areale sind im Eigentum der Stadt. Auch dazu benötigt die Stadt einen Fingerzeig der Politik: Soll die Stadt selbst bauen oder die stadteigene Tochter, die Entwicklungsgesellschaft Langenhagen? Nur diese wäre berechtigt, öffentliche Zuschüsse beim Land zu beantragen. Auch ist die Art der Gebäude offen: Zur Diskussion stehen auch Projekte in Fertigbauweise, wie sie die CDU in Vechta jüngst besichtigt hat. Weiterhin ist fraglich ob Sozialwohnungen gebaut werden sollen oder Gebäude mit geringerem Standard.

Die Stadt schlägt zudem vor, an jedem Standort zunächst ein Drittel der Wohnungen für Flüchtlinge vorzuhalten und den Rest den übrigen Langenhagenern anzubieten. Aus den Reihen der Grünen kommt die Anregung, dieses Verhältnis umzudrehen, um dem aktuellen Druck der Flüchtlingsströme kurzfristig begegnen zu können.

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