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Stadt bittet um Verständnis für "Kahlschlag"

Langenhagen Stadt bittet um Verständnis für "Kahlschlag"

Anfangs sieht es häufig nicht wirklich schön aus, wenn städtische Mitarbeiter Axt, Schere oder Kettensäge ansetzen, um Langenhagens Grünflächen zu pflegen. Doch alles würde fachgerecht ausgeführt, wurde jetzt bei einer Präsentation der Pflegepläne dargelegt.

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Die ersten zarten Farben machen sich in der Natur bemerkbar. Im Stadtpark blühen die vom Betriebshof gepflanzten Krokusse. Die zum Teil kleinteiligen Flächen bedeuten für die Stadt aber viel Arbeit.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Stadt darf sich als Eigentümer von 343 Hektar Grünfläche bezeichnen. Davon müssen 205 Hektar – etwa 280 Fußballfelder – mit unterschiedlicher Intensität gepflegt werden. Der Rest sei zumeist Wald. Darauf hat jetzt Ursula Schneider, Leiterin der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe, hingewiesen. Sie warb dabei bei den Langenhagenern auch um Verständnis, dass es hier oder dort einmal etwas mehr oder weniger rustikal zu Werke ginge. Gleichwohl immer streng fachgerecht.

Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl erinnerte angesichts der immensen Flächen auch daran, dass diese Pflege, anders als etwa in einem kleinen Reihenhausgarten eher nicht mit einer Rosenschere, sondern vielmehr mit „schwerem Gerät“ erfolgen müsse. „Wir rechnen in ganz anderen Dimensionen“, betont Stahl. Doch die Stadt unternehme „erhebliche Anstrengungen“ in der Pflege.

Rückblick: Ende letzten Jahres hatten Mitarbeiter des Betriebshofs am Wümmehof auf Wunsch einiger Anlieger Hand ans städtische Grün angelegt. In der Folge hagelte es wegen des wenig sensiblen Umgangs mit den Pflanzen Kritik. Diese gipfelte dann darin, dass sich Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer in einer Anliegerversammlung tapfer den Anwürfen stellte, aber die hitzigen Gemüter dort wenig besänftigen konnte.

Angesichts der vielen Flächen sei auch die Planung der Arbeiten schwierig, gestand dann auch Schneider. Sie spricht von 750 Objekten in der Stadt, wo regelmäßig Hand angelegt werden müsse. Gemeint sind etwa die städtischen Friedhöfe, die 80 eigenen Spielplätze, die Außenanlagen der Schulen samt Sportplätzen und der Kindertagesstätten wie auch die Areale mit sogenanntem Straßenbegleitgrün und die diversen Rasenflächen im Stadtgebiet. All diese Flächen wiesen eine unterschiedliche Pflegekategorie von eins bis vier auf.

Schneiders Angaben zufolge bedeute eine Rasenfläche – davon besitzt die Stadt 172 – etwa der Stufe eins bis zu 15 Mäheinsätze im Jahr. Andere Areale würden hingegen extensiv gepflegt. Aus diesem Grund kann Schneiders Abteilung auch nur die Grünanlagen in der Kernstadt pflegen. In den Ortsteilen würden private Unternehmen nach Ausschreibung beauftragt, berichtet sie. Aktuell sind es fünf Firmen. „Die etwa 30 Mitarbeiter des Langenhagener Betriebshofes können das nicht leisten“, sagt Schneider. Wenn das indes erwünscht sei, müsse über mehr Personal gesprochen werden. Denn auch die Bäume auf städtischem Grund erfordern eine gewisse Pflege. Aktuell sind in einem Kataster circa 20 000 von ihnen erfasst, berichtet Schneider. „Mit Sicherheit fehlen noch einige Tausend, die erfasst werden müssen“, meint sie.

Und mit Rasenmähen oder Sträucher sowie Bäume beschneiden und erfassen endet die Arbeit von Schneiders Abteilung bei weitem nicht. Ein immer größer werdendes Problem ist ihren Angaben zufolge der zunehmende Unrat. „Wir kümmern uns darum und lassen Müll nicht liegen“, sagt die Abteilungsleiterin. Sie spricht von einem erheblichen Aufwand, der betrieben werden müsse und richtig Geld koste. „Das ist unser Problemkind“, betont Schneider.

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Von Sven Warnecke

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