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Langenhagener Ehepaar feiert diamantene Hochzeit

Langenhagen Langenhagener Ehepaar feiert diamantene Hochzeit

Die Eheleute Gundula und Siegfried Wiener feiern am Donnerstag ihre diamantene Hochzeit. Sie blicken auf ein bewegtes Leben zurück. Der Anfang ihrer Beziehung war ein Geheimnis. Wegen des zukünftigen Schwiegervaters.

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Gundula und Siegfried Wiener feiern ihre diamantene Hochzeit.

Quelle: Hartung

Langenhagen. „Er hatte sich einen anderen Schwiegersohn ausgeguckt“, erinnert sich Siegfried Wiener. Daher gab es damals in Stolzenau ein Versteckspiel. Für gut sechs Monate. Mit Gundula Wähler war er nach dem gemeinsamen Kennenlernen in einem Tanzlokal des Ortes längst ein Paar. Denn Papa Wähler durfte nichts vom Freund der Tochter wissen. Trotzdem ist alles gut gegangen. Am 8. Oktober 1955 wurde in Stolzenau die Hochzeit gefeiert. Das Eheglück der heutigen Langenhagener hält nun schon 60 Jahre - diamantene Hochzeit also.

Und passend zu diesem Ehrentag können sie mit Humor auf die damalige Anfangszeit zurückblicken. „Meine Mutter war eingeweiht, aber mein Vater durfte nichts von meinem heimlichen Besuch wissen“, erzählt die heute 79-Jährige. Wenn die Eltern abends unterwegs waren und nach Hause kamen, gab es seitens der Mutter einen abgesprochenen Geheimcode. „Sie hat dann auf der Straße laut gehustet - und schon bin ich raus aus dem Haus und mit meinem Fahrrad davon gerast“, erinnert sich der heute 81-Jährige und lacht.

Aus der Ehe der Wieners, die seit 1959 in Langenhagen leben, gingen zwei Kinder hervor. Heute sind sie zudem zweifache Groß- und Urgroßeltern. Am Sonnabend wird mit Familie und Freunden beim SC Langenhagen gefeiert.

Bleibt nur noch die spannende Frage zu klären: Wie war denn damals nach einem halben Jahr Versteckspiel der offizielle Antrittsbesuch beim zukünftigen Schwiegervater? „Ich habe ordentlich geschwitzt, aber er hat mich akzeptiert. Geholfen hat mir auch, dass ich gut Karten spielen konnte und der gesuchte Skat-Partner war.“ Was in den sechs Monaten davor passierte, haben Tochter und Schwiegersohn dem Familienoberhaupt der Wählers trotzdem nie erzählt.

Von Stephan Hartung

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