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Seniorenbeirat fehlt die Wertschätzung

Langenhagen Seniorenbeirat fehlt die Wertschätzung

Der Seniorenbeirat hat auch nach zehn Jahren noch viel vor. Gleichwohl fühlt sich das Gremium, dass die Belange der älteren Langenhagener vertritt, nicht immer ernstgenommen – es fehlt an Wertschätzung, lautet das Fazit der Akteure.

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Rosemarie Bahrke und Christa Röder vom Seniorenbeirat fühlen sich manches Mal von Stadtverwaltung und Kommunalpolitik nicht ernst- und wahrgenommen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats Christa Röder und ihre Stellvertreterin Rosemarie Bahrke haben einiges vorzuweisen. In den vergangenen zehn Jahren haben sie sich für die Belange der Älteren in der Stadt eingesetzt. So hat sich etwa ein Kurs zur Auffrischung des Führerscheins etabliert. Gleiches gilt für die Kinobesuche am Vormittag, das jährliche Pétanque-Turnier im Stadtpark oder Seminare, etwa für den richtigen Umgang mit einem Rollator. Diese Angebote soll es auch im nächsten Jahr geben, kündigen Röder und Bahrke nun an. Ihren Angaben zufolge verstehen sich die Mitglieder des Seniorenbeirats als Ansprechpartner für ältere Menschen. Sie wollen sie bei Alltagsfragen beraten oder zuständige Stellen empfehlen.

Doch vielfach mache ihnen die fehlende Wertschätzung zu schaffen. Mehr noch: Häufig würden sie von den politischen Gremien zu bestimmten, speziell auch die Senioren betreffenden Themen gar nicht gehört. Als Beispiel nennen die beiden etwa die Planungen für die Bebauung des Parkplatzes an der Schützenstraße südlich des City-Centers. Wenn dort schon gebaut werden soll, dann doch bitte schön preiswert – speziell auch für Senioren, fordern sie unisono. Und das bedeute: keine Quadratmeterpreise von 13 Euro. „Wer soll das als Älterer bezahlen“, kritisiert Röder und fordert Preise von 3 bis 5 Euro, maximal 7 Euro pro Quadratmeter.

Als regelrechtes Ärgernis bezeichnen beide, dass der Seniorenbeirat bei ganz unterschiedlichen Gesprächsrunden ausgeschlossen worden sei. Als Beispiel nennen sie das Thema „Alternative Bestattungen“. Das sei eigentlich als Idee des Seniorenbeirates gewachsen und vor einigen Jahren mit einer Podiumsdiskussion im Ratssaal von großem Bürgerinteresse begleitet worden, erinnert Röder. Doch nun habe die Stadtverwaltung mit Bestattern und Steinmetzen das Heft des Handelns in die Hand genommen. Gleichwohl: Hauptsache, es gebe in der Stadt neue Bestattungsangebote, betonen Röder und Bahrke.

Der Beirat will nun auch sehen, wie das Seniorenbüro nach dem Umzug in den zweiten Stock an der Schützenstraße angenommen wird. „Wir haben uns immer für einen Verbleib im Rathaus starkgemacht“, sagt Röder. Gleichwohl habe man akzeptieren müssen, dass die Mitarbeiter am neuen Standort – wo auch die Kollegen aus der Fachabteilung Jugend, Familie und Soziales untergebracht sind – die größten Synergieeffekte erzielen könnte.

Große Stücke setzen Röder und Bahrke auf die angestrebte engere Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft auf Bundesebene (BAGSO), zu der alle kommunalen Seniorenbeiräte gehören und die unter dem Vorsitz von Franz Müntefering steht. Der frühere Bundesminister setzt sich für Demografie-Gerechtigkeit ein.

Von Sven Warnecke

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