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Stadtbibliothek feiert mit Jim Knopf

Langenhagen Stadtbibliothek feiert mit Jim Knopf

Am Freitag feiert die Stadtbibliothek ihren 66. Geburtstag. Als Volksbücherei war die Einrichtung am 28. August 1949 eröffnet worden - damals noch in der Herman-Löns-Schule.

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Öffnet die Bibliothek für neue Gruppen: Leiterin Sabine Kerber freut sich auf die Jim-Knopf-Party.

Quelle: Kerstin Hamann

Langenhagen. Es sind gleich mehrere Jahrestage, die das Team um Leiterin Sabine Kerber am Wochenende feiern wird: Auch Goethes 266. Geburtstag fällt auf den 28. August. Mit Bedacht hatten der Gemeinderat die Eröffnung der Bücherei 1949 auf den 200. Geburtstag des großen Dichters und Denkers gelegt. Nicht der „Faust“-Autor steht aber im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, sondern „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, Michael Endes populäres Kinderbuch. Es erschient erstmals 1960 - also vor 55 Jahren.

„Wir sind gefühlt aber jünger“, sagt Leiterin Sabine Kerber zum bevorstehenden 66. Geburtstag der Stadtbibliothek. Sie arbeitet seit 20 Jahren dort - noch so ein Jubiläum - und hat den Umzug in die großzügigen Räume im Stadthaus an der Konrad-Adenauer-Straße begleitet. Bis 1999 war die Einrichtung zuvor noch im Keller unter dem damaligen Schwimmbad neben dem daunstärs untergebracht. Nicht nur den Umzug hat Kerber miterlebt, sondern auch die Umstellung von der analogen Ausleihe mit Papierkarten hin zum EDV-gestützten System.

Kunterbunte Geburtstagsfeier

Feste soll man feiern wie sie fallen und warum dann nicht auch einen 66. Geburtstag etwas größer? Das dachte sich das Team der Stadtbibliothek Langenhagen auch und lädt zur kunterbunten Jim-Knopf-Party ein. Gefeiert wird am Freitag, 28. August, nicht nur 66 Jahre Stadtbibliothek, sondern auch 55 Jahre „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, der ersten großen Erfolg von Autor Michael Ende. Los geht es um 15 Uhr mit einem Bilderbuchkino – natürlich zu „Jim Knopf“. Ab 15.30 Uhr können Kinder und Erwachsene dann rund um den Lokomotivführer und seine Freunde spielen, basteln, malen und raten. Für Kaffee und Kuchen wird gesorgt sein, unter anderem soll es den legendären Gugelhupf von Frau Waas, Jims Adoptivmutter im Kinderbuch, geben. Der Eintritt zur Geburtstagsfeier und den Aktionen ist kostenfrei.

Zum Geburtstag freut sich die Leiterin über viele treue Leser. Bei der letzten Zählung im Dezember 2014 kam Kerber auf 5575 Nutzer. „Das sind etwa 10 Prozent der Bevölkerung Langenhagen, das ist eigentlich schon okay“, sagt sie. Nach wie vor machen gedruckte und gebundene Bücher den Löwenanteil der Ausleihen aus. Über etwa 70 000 Medien verfügt die Stadtbibliothek. Dazu zählen auch DVDs, CDs, Zeitungen und Spiele.

Stetig wächst der Anteil jener Leser, die auf die mobile elektronische Variante zugreifen. Die Stadtbibliothek ist seit 2009 Mitglied im Online-Portal der öffentlichen Niedersächsischen Bibliotheken. Dort können sich Nutzer E-Books, E-Paper, Hörspiele, Musik oder etwa Videos online ausleihen. „Es ist ein friedliches Miteinander“, sagt Kerber, die selbst auch einen E-Book-Reader besitzt, aber immer noch gerne zu gedruckten Büchern greift.

In der Bibliothek in Langenhagen wandeln sich nicht nur die Medienarten: Seit einiger Zeit beobachtet Kerber, dass Besucher neuerdings in die Räume kommen, um zu lernen, zu lesen und zu arbeiten. Kerber und ihr Team sprechen gezielt neue Zielgruppe an, zum Beispiel mit dem Strick- und Klön-Café. „Die Besucher kommen her, stricken, häkeln und sticken, tauschen Tipps aus und leihen vielleicht noch ein paar Titel über Handarbeit aus“, so Kerber. Die Aktion „Babys in der Bibliothek“ laufe seit Jahren erfolgreich. Ganz neu ist das Angebot „Bibliotheks-Café am Vormittag“. Einmal im Monat können Leser am Mittwoch ab 10.30 Uhr - also eineinhalb Stunden vor den üblichen Öffnungszeiten, klönen, stöbern, Zeitung lesen und natürlich Bücher ausleihen. „Ich denke, dass eine Bibliothek zunehmend zu einem Kommunikationstreff wird“, sagt Kerber mit Blick auf die nächsten fünf bis zehn Jahre. Und hätte sie ein paar Wünsche frei für die Zukunft, dann wäre das neben mehr Platz für die Bücher auch ein richtiges Bibliotheks-Café.

Von Kerstin Hamann

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