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Langenhagener sind seltener krank

Gesundheitsreport der DAK Langenhagener sind seltener krank

Der Krankenstand in der Stadt ist im vergangenen Jahr um 10 Prozent zurückgegangen. Das ist das Resultat eines Gesundheitsreports der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) für Langenhagen.

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Carsten Weber von der DAK (links) überreicht Michael Neubauer, Ärztlicher Direktor der Paracelsus-Klinik, den ersten Gesundheitsreport.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Langenhagen. Der Studie zufolge waren 2014 an jedem Tag von 1000 DAK-Versicherten in Langenhagen 36 krankgeschrieben. Das sind 10 Prozent weniger als im Jahr davor. „Nach wie vor kommen die meisten Krankmeldungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenschmerzen bei der Versicherung an“, erläuterte Carsten Weber von der DAK jetzt bei der Vorstellung der Studie in der Langenhagener Paracelsus-Klinik. „Diese waren für fast jeden fünften Ausfalltag verantwortlich“, sagte er.

An zweiter Stelle rangieren psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände sowie ein Ausfall wegen eines Burn-out-Syndroms. In diesem Bereich habe es im Vergleich zum Jahr 2013 eine Abnahme von 15 Prozent gegeben.

Auf Platz drei folgen Erkältungskrankheiten jeder Art. Wie aus dem aktuellen Report hervorgeht, gab es bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen den größten prozentualen Rückgang. Sie gingen im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel zurück.

„Der sinkende Krankheitsstand beinhaltet verschiedene Aspekte“, kommentierte Weber die Ergebnisse der Studie. Seinen Angaben zufolge können Betriebe Kurzzeitkrankheiten in der Regel kompensieren. Indes stellten langandauernde Ausfälle die Unternehmen vor vergleichsweise große Probleme.

Fest steht nach diesem Report indes: „Steigende Einnahmen von Medikamenten am Arbeitsplatz und weniger Kranke passen nicht zu den Ergebnissen in Langenhagen“, bilanziert Michael Neubauer, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Paracelsus-Klinik, den Gesundheitsreport. Der Mediziner schlug vor, die Zahlen der vergangenen fünf Jahre miteinander zu vergleichen. „Da würden wir die Tendenz in Langenhagen noch besser erkennen“, sagte der Chefarzt. Zudem empfahl er auch, künftig die Daten von Frauen und Männern separat zu betrachten.

Männer greifen eher zu leistungssteigerndem Mittel

Die Gesundheitsstudie befasst sich auch mit Doping am Arbeitsplatz. Die Krankenkasse befragte dazu bundesweit 5000 Frauen und Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren. Das Fazit der repräsentativen Befragung lautet: Angestellte schlucken mindestens zweimal im Monat verschreibungspflichtige Medikamente, um am Arbeitsplatz produktiver zu sein. Häufig werden Betablocker und Antidepressiva eingesetzt. Männer greifen häufiger zu leistungssteigernden Mitteln. Frauen hingegen nehmen eher stimmungsaufhellende Arzneien. Laut DAK zeigt die Studie auch, dass vor allem Erwerbstätige mit einfachen Jobs einem erhöhten Doping-Risiko ausgesetzt sind, genau wie Beschäftigte mit einem unsicheren Arbeitsplatz.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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