Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Mirko Heuer steht Rede und Antwort beim BfK

Langenhagen Mirko Heuer steht Rede und Antwort beim BfK

Flüchtlinge, Schulsituation und Kinderhaus: Zu diesen Themen hat sich Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer den Fragen der Bürger bei der Vereinssitzung der BfK gestellt.

Voriger Artikel
Bagger macht 
Musikmuschel
 endgültig platt
Nächster Artikel
Zeitplan und Kosten ufern aus

Bürgermeister Mirko Heuer stellte sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger in Kaltenweide.

Quelle: Julia Polley

Langenhagen. Die aktuelle Flüchtlingssituation im Ort bewegt den Verein Bürger für Kaltenweide sehr intensiv, hob der Vorsitzende Florian Windeck vor 30 Besuchern des monatlichen Vereinstreffens hervor. Der vereinseigene Arbeitskreis Flucht habe sehr gute Erfahrungen mit den Flüchtlingen gemacht, betonte Windeck.

Auf Einladung des Vereins präsentierte Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer die aktuellen Zahlen der Stadt: 859 Flüchtlinge sind derzeit in Langenhagen untergebracht, davon leben knapp 80 in Kaltenweide. So wohnten an der Pfeifengrasstraße derzeit 38 Menschen, ausschließlich Familien. „Der AK Flucht macht sehr gute Arbeit“, lobte Heuer das Engagement der Ehrenamtlichen.

In der Versammlung am Donnerstagabend meldeten sich mehrere Anwohnerinnen der Pfeifengrasstraße zu Wort und berichteten über abendlichen Lärm. „Es schallt sehr und wir leiden darunter“, erzählt eine von ihnen. „Wir haben Angst und Sicherheitsbedenken“, ergänzt eine andere. Die Mitglieder des AK Flucht und Bürgermeister Heuer versuchten die Ängste zu nehmen und luden die Anwohner ein, mit in die Unterkunft zu gehen und die Menschen kennenzulernen.

Mit der provokanten Frage, wann die Bauarbeiter an der Zellerie anrücken, leitete Windeck die Diskussion über den Bau des in Kaltenweide geplanten Kinderhauses ein. Der Bürgermeister konnte berichten, dass die Genehmigung im August oder September vorliegen dürfte. „Der Baubeginn ist für Oktober oder November geplant. In einem Jahr soll das Haus fertiggestellt werden“, stellt der Verwaltungschef die ambitionierten Pläne in Aussicht. „Das ist unglaublich, wie viele Jahre das verschleppt wurde“, reagierte Ulrike Tarras-Stoellger entsetzt. Trotz Heuers Bekundungen blieben die Besucher der Versammlung ob seiner Aussagen skeptisch.

Grundschullehrerin Tarras-Stoellger kam dann auf die Schulsituation in Kaltenweide zu sprechen. „Die Lehrer laufen am Limit.“ Betroffene Eltern berichteten indes von fehlenden Lehrkräften, zu wenig Räumlichkeiten sowie dem Wegfall von Arbeitsgemeinschaften und Förderunterricht. Die Stadt sei bei der Lehrerversorgung dem Niedersächsischen Kultusministerium untergeordnet, betont Heuer. Für ihn mache es derzeit keinen Sinn eine zweite Grundschule zu bauen, denn die Schülerzahlen würden in den nächsten Jahren sinken.

„Eine weiterführende Schule ist aber denkbar“, bekannte der Verwaltungschef. Hierfür sei der Nachweis der Vierzügigkeit über zehn Jahre notwendig. Um den Bedarf zu ermitteln werde in den nächsten zwei Monaten eine Elternbefragung in ganz Langenhagen durchgeführt. „Ich vermisse ein Gesamtkonzept von Schule und Hort“, erklärte Windeck. Positiv bewerten die Anwesenden im Nachgang, dass der Bürgermeister offenbar die Dringlichkeit erkannt hat.

Die von der Stadtverwaltung angestoßene Idee der Erweiterung des Weiherfelds lehnt der Verein Bürger für Kaltenweide aktuell ab. „Der Kauf ist zwar nicht vom Tisch, aber die Gespräche sind ausgesetzt“, berichtete Heuer nun. Es gebe bei Erwerb das „Go von der Region“ zur sofortigen Entlassung aus dem Landschaftsschutzgebiet. Bilanzierend meinte Windeck, dass sich die Einladung Heuers durchaus gelohnt habe, denn der Bürgermeister habe während der Sitzung viele Fragen beantwortet.

doc6qwgutvcfo316180dcul

Fotostrecke Langenhagen: Mirko Heuer steht Rede und Antwort beim BfK

Zur Bildergalerie

Von Julia Polley

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr