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Was wollen Langenhagens Eltern?

Langenhagen Was wollen Langenhagens Eltern?

Rund 70 Prozent aller befragten Eltern in Grundschulen und Kitas haben sich an der politisch umstrittenen Befragung zu weiterführenden Schulen beteiligt. Welche Wünsche sie geäußert haben, stellt das Planungsbüro Biregio am Dienstag im Bildungsausschuss vor. Zudem geht es um die Schulbusversorgung.

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Welche Schule darf es sein, wenn Kindergarten und Grundschule vorbei sind? Im Bildungsausschuss soll es am Dienstag erste Antworten geben.xd

Quelle: Skolimowska (dpa)

Langenhagen. Soll es eine dritte Gesamtschule in Langenhagen geben? Könnte diese auch aus der jetzigen Robert-Koch-Realschule heraus erwachsen? Welchen Bedarf an inklusiven Schulplätzen gibt es? Und wie lang darf ein Schulweg höchsten sein? Auf insgesamt gut 30 solcher Fragen haben sich Eltern aus Langenhagens Grundschulen und Kindertagesstätten zu Wort melden dürfen. Befragt wurden 2027 Eltern von Grundschulkindern sowie 448 im letzten Kindergartenjahr. In beiden Bereichen haben rund 70 Prozent diese Chance genutzt.

Was genau sie der Stadt zu sagen haben, stellt das begleitende Planungsbüro Biregio am Dienstag im Bildungsausschuss erstmals vor. "Wir werden daraus sicherlich nicht die fünf klaren Thesen herauslesen können", gibt Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch auf Nachfrage dieser Zeitung zu bedenken. "Aber wir werden viele Informationen für die aktuellen Fragestellungen in der Stadt bekommen." Gotzes-Karrasch begegnet damit der sowohl aus Kreisen der Politik als auch von einzelnen Eltern geäußerten Kritik an Gestaltung der Befragung sowie des mit vier Wochen sehr kleinen Zeitfensters. Dass die Eltern verhältnismäßig wenig Zeit hatten, sich mit den Fragen zu beschäftigen, lässt Gotzes-Karrasch unumwunden gelten. Jedoch habe die Stadt aufgrund der drängenden Entscheidungen zum Neu- und Umbau der weiterführenden Schulen bewusst auf eine schnelle Umsetzung gedrängt.

Dies bringt nun auch die Mitarbeiter von Biregio ein wenig in Bedrängnis. "Derzeit laufen alle Auswertungen noch auf Hochtouren", sagte Gotzes-Karrasch am Montag. Wie genau die Informationen aussehen werden, die Biregio am Dienstag vorstelle, wisse auch sie noch nicht. Die Rücklaufquote von rund 70 Prozent sei für das Planungsbüro nicht überraschend. "Die Eltern zeigten erwartungsgemäß hohes Interesse an ihren Kindern, zudem geht es um örtliche Themen", erläuterte die Dezernentin, "da beteiligten sich die Befragten in der Regel stärker als bei überregionalen Fragestellungen."

Über den Sinn der Befragung, für die die Stadt rund 8000 Euro ausgeben muss, war in der Politik durchaus gestritten worden. Tatsächlich verknüpft die Verwaltung mit der Gesamtauswertung derzeit kein konkretes Ziel. "Biregio hat uns eine rund 80 Seiten umfassende Auswertung mit vielen Querzusammenhängen angekündigt. Daraus wird die Verwaltung Schwerpunkte aus ihrer Sicht herausfiltern." Gotzes-Karrasch rechnet damit, dass auch die politischen Gruppierungen dies tun werden. "Dann werden wir weiter sehen."

In der Sitzung am Dienstag wird es überdies um ein weiteres durchaus strittiges Thema gehen: Warum sind manche Schulbusse morgens und mittags vollkommen überfüllt und was kann dagegen unternommen werden? Dazu werden Vertreter der Region Hannover und der Üstra im Ausschuss Rede und Antwort stehen.

Die Sitzung beginnt um 17.45 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende können Langenhagener Fragen an Politik und Verwaltung stellen.

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