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Langrehr: Hilfe im Ort ist überwältigend

Kaltenweide Langrehr: Hilfe im Ort ist überwältigend

In Sachen Flüchtlingshilfe beweisen die Kaltenweider viel Engagement. Mehr als 20 Angebote von Vereinen, Verbänden und Kirche sind jetzt bei einem runden Tisch gesammelt worden. Am Donnerstag sind nun die ersten 15 Schutzsuchenden aus dem Sudan in dem zur Notunterkunft umgebauten ehemaligen NP-Markt untergekommen.

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Wolfgang Langrehr macht sich stark für eine Ganztags-Grundschule in Kaltenweide.Jarolim-Vormeier

Langenhagen. Was können Vereine und Verbände in der Flüchtlingshilfe leisten? Um diese Frage zu klären, haben sich jetzt Vertreter aus Kaltenweide sowie aus Krähenwinkel - von der Kirchengemeinde sowie vom TSV KK - getroffen. Nach Auskunft von Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr sind dabei bereits konkrete Angebote gemacht worden. Etwa von der Lernhilfe Kaltenweide, die die Sprachschulung übernehmen will, von der Matthias-Claudius-Kirche, die den Gemeindesaal zur Verfügung stellen wird oder etwa vom TSV KK und der Feuerwehr. „Ich war sehr erfreut, dass so viele Leute bei dem Treffen waren“, bilanziert der Ortsbürgermeister und spricht von einem überwältigenden Zuspruch.

Langrehrs Angaben zufolge würden die bislang eingegangenen 20 Angebote nun vom Arbeitskreis Flucht des Vereins Bürger für Kaltenweide (BfK) koordiniert. In Zusammenarbeit mit der Langenhagener Stadtverwaltung soll zudem auch ein Helfernetzwerk initiiert werden.

Wie BfK-Sprecher Florian Windeck auf Anfrage mitteilt, soll die Notunterkunft von den Mitgliedern des Arbeitskreises ein- bis zweimal pro Woche besucht werden, um etwas über die Bedürfnisse der dort seit gestern Abend untergebrachten Menschen zu erfahren und „eventuelle Konflikte in der Einrichtung frühzeitig zu erkennen“. Darüber hinaus sei bereits eine Broschüre hergestellt worden, um den „Flüchtlingen das Einleben und Integrieren in unserer Gesellschaft und Nachbarschaft zu ermöglichen“, berichtet Windeck. „Uns ist aber auch das Sicherheitsempfinden und die Sorgen der Kaltenweider ein großen Anliegen.“ Dazu soll innerhalb der nächsten vier Wochen ein runder Tisch mit Polizei und Ortsrat einberufen werden, kündigt der BfK-Sprecher an.

Aktuell leben in der Einrichtung an der Kananoher Straße 15 junge Männer aus dem Sudan, weitere 25 Landsleute sollen im Februar folgen. Langrehr ist zwar erfreut, dass die Flüchtlinge alle aus dem Sudan kommen. Man habe auch bereits drei ehrenamtliche Sprachvermittler gewonnen. Allerdings bezeichnet er die Tatsache, dass es sich ausschließlich um junge Männer handelt, als ein wenig „problematisch“. „Ich hätte mir gewünscht, dass auch ein paar Familien dazwischen wären.“

Unterdessen bestätigt die Stadt angesichts der in Kaltenweide untergebrachten sudanesischen Flüchtlinge, dass es dort deshalb keinen Sicherheitsdienst geben wird. Dieser war nur in Aussicht gestellt worden, falls in dem NP-Markt mehrere Ethnien untergebracht sein sollten.

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