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Letzter Versuch für die Schranke

Engelbostel/Godshorn Letzter Versuch für die Schranke

Wer künftig von Engelbostel aus Zufahrt zum Flughafengelände haben möchte, muss sich an der Schranke in Schulenburg-Nord vor einer Kamera ausweisen können.

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Schwerlastverkehr muss sich künftig beim Sicherheitsdienst anmelden.

Quelle: Rebekka Neander

Langenhagen. Michael Hesse hat die Nase voll. Bereits eine knappe Woche nach dem Start der neuen Zufahrtstechnik am Tor in Schulenburg-Nord füllt sich die Liste der Aha-Momente für den Flughafen-Prokuristen. „Es ist doch erstaunlich, wer alles in der Zwischenzeit die eigentlich geheim zu haltende Telefonnummer zum Öffnen der Schranke bekommen hatte.“ Von dieser Technik hatte sich der Flughafen vor knapp zwei Jahren eigentlich eine große Erleichterung versprochen: Nur der Schwerlastverkehr für die Verfüllung des NJK-Teiches sollte per telefonischer Fernsteuerung die Schranke öffnen können. Alle anderen Kraftfahrer auf dem Weg in den Business-Park West sollten das Gewerbeareal über den Tunnel von Norden aus anfahren.

Die Wirklichkeit aber sah schnell anders aus: Immer wieder kurvten übergroße Fahrzeuge aus Richtung Westen durch Engelbostel nach Schulenburg-Nord, um ohne den Umweg über den Flughafen ihren Zielort zu erreichen. Der Ortsrat Engelbostels beschwerte sich wiederholt beim Flughafen, der sich alle Mühe gab, diesen Missstand abzustellen. Unter anderem wurden alle Geschäftspartner brieflich auf die einzuhaltenden Routen hingewiesen. Auch ein Ändern der Rufnummer brachte nichts. Immer wieder wurde der Zugangscode unter den Fernfahrern gestreut.

Nun ist an der Schranke ein neues Schild montiert. Darauf ist die Telefonnummer des rund um die Uhr besetzten Sicherheitsdienstes zu lesen. Wer durch das Tor will, muss dort anrufen, und wird auf dem Bildschirm auf seine Berechtigung überprüft. Wer illegal dort auftaucht, so Hesse, wird beim ersten Versuch deutlich auf die Regelung hingewiesen. „In allen Sprachen, die wir möglich machen können.“ Und auf die Konsequenz im Wiederholungsfall: „Dann droht eine Anzeige - und wenden müssen die dann dort auch.“

Sollte auch dieser Versuch scheitern, will Hesse in zwei Monaten einen Schlussstrich ziehen. „Dann bauen wir die Schranke wieder ab und werden bei angekündigten Erdtransporten eben einen Mann mit einem Schlüssel für das Tor hinstellen.“

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