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Mängel online der Stadt melden

Langenhagen Mängel online der Stadt melden

Nutzer des Internets haben von Montag an einen neuen Weg, Mängel im Stadtgebiet direkt ins Rathaus zu melden. Mit dem Einsatz netzfähiger Mobiltelefone kann die Verwaltung Bearbeitungszeit sparen.

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Von Montag an können Problemstellen in Langenhagen über ein Smartphone direkt in die Datenverarbeitung der Stadt gesendet werden.

Quelle: Rebekka Neander

Langenhagen. Der Name ist Programm: Maengelmelder.de heißt die Plattform, auf der seit der CeBIT 2011 Bürger teilnehmenden Kommunen sagen können, was ihnen stinkt. Zuweilen sogar wortwörtlich. Ob wilder Müll, kaputte Ampeln oder Bäume, die Verkehrsschilder verdecken - dafür konnten Langenhagener bisher zu den berühmten gelben Karten im Rathaus und seinen Nebenstellen greifen. Sie konnten derlei telefonisch melden oder per E-Mail.

Von Montag an kommen zwei Wege hinzu: Für internetfähige Mobiltelefone, sogenannte Smartphones, gibt es ein kleines Programm (App), für den heimischen Zugriff auf das Internet am Computer die Homepage www.Maengelmelder.de Das besondere an der App: Wer beispielsweise in der Feldmark illegal entsorgten Müll sieht, kann mit dem Smartphone an Ort und Stelle ein Foto machen und dieses über das Telefon in das System des Rathauses senden. Die App übermittelt dabei satellitengesteuert die exakte Position. „Beschreibungen, der blaue Sack liege hinter der dritten Eiche und gleich neben der Magnolie, haben sich damit erübrigt“, erläutert Kathrin Austermann. Der Verwaltung werde damit Zeit erspart; mit der Lösung des Problems könne sofort begonnen werden.

Kathrin Austermann ist die Assistentin von Bürgermeister Friedhelm Fischer. In dieser Funktion ist sie seit Jahren verantwortlich für die Bearbeitung aller Beschwerden. Egal, ob über die gelbe Karte, das Telefon oder als elektronischer Brief. Mit der in Darmstadt beheimateten Firma „Wer denkt was?“ hat sie mit Stadtsprecherin Sabine Mossig an der Feinsteuerung der App gearbeitet. Dabei ging es vor allem um eine möglichst passgenaue Kopplung von App und Rathaus-Elektronik. „Wenn wir einem Bürger per E-Mail auf seine Meldung antworten wollen, muss das direkt in dem System gehen“, sagt Austermann. Die Feinabstimmung der verwaltungsinternen Abläufe habe nur mit einer großen Bereitschaft ihrer Kollegen gelingen können, die in dutzendfachen Testmeldungen die Praktikabilität des Systems auf Alltagstücken hin überprüften.

Das Verfahren

Die Kooperation der Stadt mit „Wer denkt was?“ geht auf einen Antrag der CDU zurück, die Stadt möge ihr Beschwerdemanagement auf eine moderne Basis stellen. Die Internetplattform Maengelmelder.de nutzt nach Aussage der Firma inzwischen bundesweit ein gutes Dutzend Kommunen. Zudem haben sich alle 104 Kommunen Luxemburgs der Plattform angeschlossen sowie einige Rechenzentren in Deutschland, die ihrerseits mehrere Dutzend Städte vertreten. Langenhagen zahlt eine nutzerabhängige Pauschale im vierstelligen Bereich und damit weniger als für die Entwicklung einer eigenen Software für die Bearbeitung von Mängeln. Wenn eine Meldung eingegangen ist, wird sie an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Der Absender bekommt eine Eingangsbestätigung per E-Mail sowie eine Nachricht über den Fortgang der Bearbeitung. Auf der Straßenkarte der App erscheint ein Symbol, das nach dem Ampelprinzip über den Sachstand informiert. Dabei ist die Stadt nicht für jeden Müll verantwortlich – auch aha, die Landesstraßenmeisterei und die Deutsche Bahn sind dabei. Die App ist für Apple- und Android-Nutzer kostenlos erhältlich.

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