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Mark Britton spielt mit Zuschauern

Langenhagen Mark Britton spielt mit Zuschauern

Ein Abend mit Lachmuskelkater-Gefahr: Der Comedian Mark Britton ist im daunstärs aufgetreten. Seine Zuschauer gaben die Pointen gern zurück zur Bühne.

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Wandlungsfähiger Akteur: Mark Britton unterhält als Bahnenschwimmer ebenso wie als Silberrücken der Familie oder Kriegerweib.

Quelle: Bismark

Langenhagen. „Als Kabarettist spielt man eigentlich vor seinem Publikum“, sagte Mark Britton und schob schnell hinterher: „Wenn es richtig gut geht, dann spielt man mit seinem Publikum.“ In Langenhagen lief es an diesem Sonnabend im daunstärs bestens für den Kabarettisten und für seine Zuschauer. Das lag nicht nur an der Wandlungsfähigkeit von Brittons Mimik, der als Bahnenschwimmer-Schildkröte ebenso überzeugte wie als Kriegerweib oder als Silberrücken, der in der Familie den Status des Alphatiers an den Teenager-Sohn abgeben muss.

Es lag vielmehr auch daran, dass der Kabarettist mit seinem neuen Programm „Forever Jungs“ eben jene Themen abarbeitete, die die Gäste im ausverkauften daunstärs offenbar gut genug aus dem eigenen Leben kennen. Das Gelächter wollte nicht enden, als Britton beschrieb, wie Haare eines Mannes in den Wechseljahren emigrieren: vom Kopf in die Ohren und die Nase. Das überwiegend weibliche Publikum honorierte auch die Aussage, dass Frauen zum Multitasking fähig sind. Auch Männer gelinge die Anforderung, eine Karriere im Job hinzulegen und sich zugleich ausreichend um die Familie zu kümmern. „Das funktioniert so lange, wie sich die beiden Männer bei der einen Frau nicht begegnen.“

Als der 57-jährige gebürtige Brite die schlechte Luft im Zimmer des Teenager-Sohnes beschrieb, die Antrieblosigkeit mimisch darstellte, schließlich über erst bei der heutigen Jugend entstehende Wachstumsschmerzen sinnierte und dann endete: „Das ist eigentlich gemein“, ergänzte ein Zuschauer aus der zweiten Reihe: „Denn die Realität ist noch viel schlimmer.“ Es dauerte einige Minuten, ehe das Gelächter abebbte und sich der Akteur auf der Bühne und die Besucher wieder dem eigentlichen Thema - Männer in den Wechseljahren - widmen konnten. Genau in diesem Zusammenspiel lag die Besonderheit des Abends: Als Britton kurz vor der Pause verkündete, er sei ausgebrannt, schallte es ihm angesichts seiner Schweißbäche entgegen: „Wohl eher ausgelaufen.“

Und natürlich muss Britton den Unterschied zum britischen Humor erklären: „Zur Entspannung gehe ich gern in den Park und spiele Schach mit alten Männern. Aber es ist nicht leicht, 32 von ihnen zu finden. Zumal 16 davon auch noch schwarz sein müssen.“ In diesem Fall zögerte der eine oder andere zu lachen - aber dann waren sie wieder eins, Britton und seine Gäste.

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Von Redakteur Antje Bismark

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