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Arbeiten, wo andere speisen

Langenhagen Arbeiten, wo andere speisen

Bis zum Frühjahr nächsten Jahres soll der Umbau der Markthalle abgeschlossen sein – derzeit liegen die Arbeiten, vor allem hinter den Kulissen, im Zeitplan.

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Architekt Wilfried Feise möchte an der Südseite der Markthalle das Gebäude mit einer gläsernen Falttür öffnen und so eine Sonnenterrasse schaffen.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Langenhagen. Im Obergeschoss siedelt sich die Dialysepraxis an, im Erdgeschoss behalten Marktstände ihren Raum. „Die charakteristischen Züge behalten wir, das Gebäude muss aber technisch und gestalterisch auf den aktuellen Stand gebracht werden“, sagt der Architekt Wilfried Feise. Dazu gehöre, die bisherige starre Aufteilung der Stände aufzulockern: „Ich finde es attraktiv, wenn man beim Espressotrinken dem Koch oder Schneider bei der Arbeit zuschauen kann.“ Ziel sei die Entwicklung von einem Gourmettempel zu einem Erlebnismarkt. „Wenn Verkaufsstände optische Anreize und überraschende Momente liefern, dann macht das den Besuch spannender“, weiß Feise von anderen Projekten.

Seinen Angaben zufolge haben Arbeiter – von den Besuchern weitgehend unbemerkt – die völlig zugesetzten Abwasserleitungen von der Tiefgarage aus ausgetauscht und eine moderne Frischwasserversorgung installiert. Derzeit wird hinter der Plane im Obergeschoss die alte Belüftungsanlage demontiert, die neue wird dagegen auf dem Dach installiert. „Den Staubeintrag haben wir im Griff, aber wenn irgendwo gebohrt wird, hört man das in der ganzen Markthalle“, bedauert Feise den Baulärm. Auf Wunsch der Mieter wurde das Aufbohren des Estrichs, um Platz für neue Leitungen zu schaffen, extra auf die Sommermonate gelegt. Außerdem bot die Betreibergesellschaft allen Mietern neue Verträge mit einer 40 Prozent reduzierten Grundmiete an. Dennoch liegen die Nerven bei manchen Mietern blank.

Bis Anfang nächsten Jahres werden sie und die Kunden mit Beeinträchtigungen wegen der Bauarbeiten leben müssen. „Aber der Aufwand lohnt sich“, ist der Architekt ebenso wie seine Auftraggeber überzeugt, denn: Auch in puncto Brandschutz, Schallschutz und Lüftung ist über Jahre nichts gemacht worden, nun liegt die Herausforderung in dem Abgrenzen zwischen Markthalle zu ebener Erde und den darüber gelegenen Praxisräumen. Neben neuen Leitungen, die gezogen werden müssen, wird die moderne Lüftungsanlagen auf dem Dach installiert, während eine zusätzliche Beschattung für ein angenehmeres Klima sorgen soll. Und nicht zuletzt will Feise die südliche Fassade mit einer Glas-Falttür öffnen (lassen) und so eine Sonnenterrasse im Zentrum schaffen.

Der Architekt und Bauleiter

Seit zwei Jahren plant und betreut der Hildesheimer Architekt Wilfried Feise den Umbau und die Sanierung der Markthalle im Auftrag der Eigentümergemeinschaft. „Ich finde es attraktiv, markante Gebäude des Stadtbilds zu erhalten“, beschreibt er sein Ziel und fügt hinzu: „Auch wenn sie in die Jahre gekommen sind.“ Zu aktuellen Projekten zählt er zudem das Black Apron in Hildesheim und das Codos in Hamburg. In Langenhagen ist Feise regelmäßig: „So ein Projekt erfordert die volle Präsenz des Bauleiters. Das lässt sich nicht delegieren“, ist er überzeugt. Diese Arbeitsform sei „genau sein Ding“.

Von PATRICIA CHADDE

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