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Marode Eisenbahnbrücke behindert Sanierung

Langenhagen Marode Eisenbahnbrücke behindert Sanierung

Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Langenhagen sieht den Ausbau der Straße Am Pferdemarkt zwischen der Walsroder Straße und der Hanseatenstraße vor. Das große Problem dabei ist allerdings die Bahnbrücke. Unklar ist, ob sie erneuert werden muss. Die Bahn sieht dafür keine Anhaltpunkte - anders als die Politik.

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Der Ausbau zwischen Walsroder Straße und Hanseatenstraße könnte an der maroden Bahnbrücke scheitern. Hartung

Quelle: Hartung

Langenhagen. „Die Standfestigkeit der Brücke ist unklar. Es könnte sein, dass eine komplette Erneuerung notwendig ist“, sagte Michael Graupner vom Ingenieursbüro BPR, während der Sitzung des Verkehrs- und Feuerschutzausschusses.

Die Voraussetzungen für den Pferdemarkt würden stimmen, so der Experte des von der Stadt beauftragten Büros. „Wir hätten eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern. Die Radwege und Gehwege könnte man separat anlegen, bei teils nötigen kombinierten Anlagen hätte man immer noch bis 3,50 Meter Platz.“ Die Brücke allerdings sei bei den Arbeiten nicht nur Erschütterungen ausgesetzt, sondern müsse auch verbreitert werden.

Die unklare Standfestigkeit sorgte für lebhafte Diskussionen unter den Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern. Anette Mecke vom Fachdienst Verkehr und Straßen berichtete, sie habe direkt bei der Deutschen Bahn nachgefragt. „Dort ist für die nächsten Jahre keine Sanierung der Brücke vorgesehen, sie sei in einem guten Zustand.“ Das löste Gelächter im Ratssaal aus. „Die Brücke bröckelt doch schon“, sagte Michael Horn (Grüne).

Die veranschlagten Kosten für den Ausbau des Pferdemarkts betragen 1,3 Millionen Euro, hierfür möchte die Stadt noch eine bis 2019 mögliche Förderung des Bundes erhalten, bis zu 60 Prozent Kostenübernahme sollen möglich sein. Je länger man allerdings warte, umso geringer seien die Fördergelder, hieß es. Nicht auszuschließend sei, dass die Deutsche Bahn doch eine Sanierung erwägt - wenn die Brücke weiter verfällt.

So oder so warnt Stadtbaurat Carsten Hettwer: „Wir müssen davon abrücken, dass wir die Brücke selbst abreißen und neu bauen. Das wäre wirtschaftlich nicht vertretbar.“ Die Politiker verzichteten auf eine Abstimmung, beraten sich vorerst weiter in ihren Fraktionen.

Von Stephan Hartung

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