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Mehr als 140 Hunde toben im Freibad

Langenhagen Mehr als 140 Hunde toben im Freibad

Wassergaudi auf vier Pfoten: Das erste Hundeschwimmen im Godshorner Freibad ist bei Mensch und Tier sehr gut angekommen. Fast 150 Hunde kamen nebst ihren Haltern.

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Soll ich? Oder doch nicht? Nicht jedes Tier springt auf Anhieb freiwillig ins Wasser - Bällchen hin oder her.

Quelle: Zottl

Godshorn. Dass die Freibadsaison offiziell beendet ist, konnte man am Freitag auf dem Parkplatz des Bades in Godshorn nicht erkennen - der war nämlich gut gefüllt mit Autos. Statt mit lautem Kindergekreisch war die milde Spätseptemberluft allerdings mit aufgeregtem Gebell erfüllt.

Schon die Mitarbeiterin an der Kasse strahlte - denn das erste Hundeschwimmen in der Geschichte des Godshorner Freibads war schon eine Stunde nach Beginn ein großer Erfolg. Mehr als hundert Hunde - am Ende waren es fast 150 - unterschiedlichster Rassen, Fellfarben und Größen tummelten sich rund ums und im Nichtschwimmerbecken, tobten im gestreckten Lauf herum, holten Bällchen und Congs aus dem Wasser und brachten den einen oder anderen Zweibeiner sogar dazu, mit aufgekrempelten Hosenbeinen noch einmal selbst hineinzuwaten.

Das Votum der Besucher war absolut einhellig: "Super - es ist so ein freies Gefühl hier, unter all diesen Gleichgesinnten", sagte Nicole Cohrs, die mit der französischen Bulldoggendame Toni da war. Sie zählte - wie viele andere Besucher - zu denen, die möglichst jedes Hundeschwimmangebot in der Region Hannover nutzen, um ihren Tieren das freie Toben zu ermöglichen. Denn sie sieht in dem Bad im Kunstbecken einen entschiedenen Vorteil zu einem Natursee. "Wenn es im Sommer zu warm war, kommen die Blaualgen - hier hat man die Sicherheit, einwandfreies Wasser zu haben", sagt sie. Ins Wasser ging Toni trotzdem nicht ohne Schwimmweste - denn die vierjährige Hündin kann tatsächlich nicht schwimmen. "Wir üben das noch", sagte Cohrs mit einem Augenzwinkern.

Ganz anders sah das bei dem zweieinhalbjährigen Westhighlandterrier Rüdiger aus. "Wir sind noch nicht ganz im Bad gewesen, da war er schon drin", sagte sein Halter Werner Kaiser schmunzelnd, selbst die meiste Zeit mit den nackten Füßen im Wasser. Das sollte nicht wundern - waren Hund und in erster Linie natürlich sein Herrchen nebst Lebensgefährtin diejenigen, die dem Badgeschäftsführer Stefan Otte vorgeschlagen hatten, die diesjährige Freibadsaison mit einem Hundeschwimmen zu beenden.

Und diesem Wunsch hatte Otte sehr gern entsprochen. "Eigentlich schleppe ich die Idee schon einige Jahre mit mir herum. Ich bin aber kein Hundebesitzer und darum blieb ich skeptisch", räumt er ein. Die E-Mail, die er von Kaiser und Lebensgefährtin Miriam Krumm bekam, sei der finale Schubs gewesen, den er benötigt hätte. Von der großen Resonanz - und vor allem dem harmonischen Miteinander der verschiedenen Hunde - war er am Freitag positiv überrascht. "Es funktioniert", so sein Kommentar. Dankbar äußerte sich Otte über das Angebot einer Kleintierärztin aus der Kernstadt, die sich bereit erklärt hatte, dem Bad unentgeltlich zur Verfügung zu stehen, sollte es zu Verletzungen bei den Tieren kommen. Hierfür hatte die Veterinärin ihre reguläre Nachmittagssprechzeit um insgesamt eineinhalb Stunden verlängert.

Auf den mehrfach am Freitag geäußerten Wunsch der Hundebesitzer, dass man ein solches Angebot wiederholen möge, konnte und wollte Otte angesichts der aktuellen Debatten rund um das Bad nichts erwidern. "Ich bitte um Verständnis. Ich kommentiere dazu nichts", sagte er.

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