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Mirko Heuer sagt dem Müll erneut Kampf an

Langenhagen Mirko Heuer sagt dem Müll erneut Kampf an

Der Bürgermeister macht keinen Hehl daraus: die Stadt muss sauberer werden. Da lässt der Verwaltungschef nichts unversucht. Denn für weniger Müll braucht es für ihn eine Einsatztruppe. Mit dem Einbringen des Nachtragshaushaltes will er der Politik zusätzliche Stellen erneut schmackhaft machen.

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Mit Fantasie gegen den Unrat in der Stadt: Die von RKS-Schülern gestalteten Mülleimer finden bei Sandra Bosold, Chefin der Langenhagener Stadtentwässerung, ihrem Stellvertreter Thomas Meinecke und Bürgermeister Mirko Heuer großen Anklang.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Seit gut einem Jahr gibt es die Arbeitsgruppe "Saubere Stadt" - eine Quintessenz daraus war die Idee, Parkranger einzustellen, die dem Unrat in Langenhagen den Kampf ansagen sollten. Doch diesem Vorstoß von Bürgermeister Mirko Heuer hatte die Politik im vergangenen Jahr auch mit Blick auf die Kosten und die Sinnhaftigkeit mehrheitlich einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nach dem nun ersten sommerlichen Wochenende ist erneut eine heftige Diskussion über die Sauberkeit Langenhagens entbrannt. In den sozialen Netzwerken wurde speziell der Müll am Silbersee erneut beklagt. In diese Debatte mischte sich auch Heuer ein. "Wir brauchen eine Kontrollfunktion am Silbersee", sagt der Bürgermeister jetzt dieser Zeitung. Er werde mit dem notwendigen Nachtragshaushalt der Politik erneut seine Vision von einer Art Parkranger schmackhaft machen, betont er. "Wir werden einen neuen Anlauf machen."

Heuer sieht sich auch wegen der via Mängelmelder monierten Müllberge im Stadtgebiet bestätigt. Zumal die bislang vorhandenen Kräfte - etwa im Ordnungsdienst der Stadt - damit schlichtweg überlastet seien. Sie seien personell kaum noch in der Lage, ihrem originären Dienst - der Kontrolle des ruhenden Verkehrs in Langenhagen nachzukommen.

Anders als bei seinem ersten Vorstoß in Sachen "Einsatztruppe Müll" schwebt dem Bürgermeister nun vor, zwei Mitarbeiter des Betriebshofes dafür abzustellen. Außerdem sollen zwei neue Stellen geschaffen werden, berichtet er über seine Idee, die er demnächst der Politik präsentieren wolle. Die Bediensteten des Betriebshofs seien für die Beseitigung des Unrats zuständig. Die anderen zwei hätten - wie die einst von ihm vorgeschlagenen Parkranger - eine Kontrollfunktion.

Etwa am Silbersee. Denn dort werde speziell an Sommerwochenenden Jahr für Jahr überproportional viel Müll entsorgt. Zur Not auch neben den meist überquellenden Mülleimern. "Es bringt nichts, dort noch mehr oder größere Behälter aufzustellen", meint Heuer. "Wo einmal Müll liegt, kommt mehr Müll dazu." Zumal der dort zumeist herumliegende Unrat illegal entsorgt sei. Die Behälter seien lediglich für typischen Picknick-Abfall proportioniert, nicht für die Hinterlassenschaften von ganzen Familien-Grillfesten.

Seinen Kampf gegen den Müll haben nun auch Schüler der Robert-Koch-Realschule unterstützt. In einer von der Stadt finanzierten Aktion haben zwei Klassen sich mit dem Thema befasst. In der Folge wurden Mülleimer nicht nur farblich gestaltet, sondern auch mit entsprechenden Botschaften kreiert. Sie haben damit farblich "ein kleines Augenmerk gesetzt", lobt Heuer die Aktion. Die Behälter sind noch bis zum 8. April im Rathausfoyer zu sehen, bevor sie samt ihrer Botschaft im Zentrum installiert werden sollen.-

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Speziell im Zentrum herumliegender Müll sorgt bei den Langenhagenern Jahr für Jahr für Unmut.

Quelle: Sven Warnecke

Von Sven Warnecke

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