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Polizei: Alle sollen friedlich feiern können

Langenhagen Polizei: Alle sollen friedlich feiern können

Ein Novum in der Langenhagener Stadtgeschichte: Die Verwaltung erlässt für Himmelfahrt eine bis Freitagmorgen gültige Allgemeinverfügung. Mit dem darin verhängten Alkohol- und Musikverbot am Silbersee und im Wietzepark sollen Feier- und Trinkexzesse verhindert werden.

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Alkohol und laute Musik sind an Himmelfahrt am Silbersee und im Wietzepark verboten. Am Wietzeblick etwa gilt die Allgemeinverfügung nicht.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. „Wir wollen niemandem den Vatertag vermiesen“, betonte Langenhagens Polizeichef Andreas Alder am Freitag. Ganz im Gegenteil, ergänzte Bürgermeister Mirko Heuer. Doch die Polizei sollte eine Handhabe gegen all jene erhalten, die über die Stränge schlagen. Denn die Erfahrung habe gezeigt, dass nicht nur junge Leute Himmelfahrt feierten, sondern ganze Familien, sagte Alder. Und die sollen geschützt werden.

Aus diesem Grund hat die Polizei nicht nur die Hotspots – in der Stadt sind das Silbersee und Wietzepark – im Blick, sondern speziell die Jugendlichen, sagt der Kommissariatsleiter. Dabei gehe es in erster Linie um Alkoholmissbrauch, speziell bei Minderjährigen. Und da werde die Polizei einschreiten. Wenn es nach übermäßigem Konsum bei dem einen oder anderen in Richtung Hilflosigkeit gehe, würde er in Obhut genommen und den Erziehungsberechtigten oder dem Jugendamt übergeben, stellte Alder klar. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass es mit vorgerückter Uhrzeit und zunehmendem Alkoholkonsum zu Aggressivität und Straftaten gekommen war.

Dagegen wolle man präventiv vorgehen. Gerade am benachbarten Isernhagener Wietzesee war es in den vergangenen Jahren zu Schlägereien und anderen Auseinandersetzungen gekommen. Um der Gewalt zu begegnen hatte die Gemeinde nach Auskunft von Boris Ehrhardt, Leiter der Langenhagener Abteilung Sicherheit und Ordnung, ihn um Hilfe in Form der nun erlassenen Allgemeinverfügung gebeten.

An Himmelfahrt werden die Langenhagener Polizisten von Kollegen aus der vorgesetzten Polizeiinspektion Burgdorf unterstützt. Eine genaue Zahl will Alder aus taktischen Gründen aber nicht nennen. „Unser Ziel ist es nicht, die Ausflügler mit einer polizeilichen Präsenz zu erdrücken.“ Doch dank der in Bereitschaft stehenden Kräfte könnte die Polizei rasch reagieren, etwa auch dann, wenn sich herausstellen sollte, dass sich ganze Gruppen von Feiernden in Richtung Waldsee, Wietzeblick oder etwa in den Stadtpark verlagerten. Das werde beobachtet, kündigte Alder an.

Die Verordnung verbietet am Silbersee und im Wietzepark nach Angaben Ehrhardts den Konsum hochprozentigen Alkohols. „Bier und Wein fallen da nicht drunter.“ Auch das übermäßig laute Abspielen von Musik ist dort verboten. Und die Polizei werde die Lautstärke messen, sagte Alder. Seinen Angaben zufolge haben Stadt und Polizei mit der Verordnung nur ein Ziel: „Wir wollen einen friedlichen Vatertag für alle, die feiern wollen, gewährleisten.“

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