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Motiv für Prügelei ist unklar

Langenhagen Motiv für Prügelei ist unklar

Wer hier am Sonnabend auf wen und warum eingeschlagen hat, müssen die Vernehmungen ergeben. Klar ist nur, dass etwa ein Dutzend Personen mitten in Langenhagen aufeinander losgegangen sind und dass drei Personen dabei verletzt wurden. Fast zeitgleich musste die Polizei einen Linienbus stoppen.

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Warum es zu der Prügelei an der Kreuzung gekommen ist, muss die Polizei erst noch ermitteln.

Quelle: Rebstock

Langenhagen. Noch steht die Polizei Langenhagen vor einem Rätsel: Fakt ist, dass zunächst drei Personen am Sonnabend kurz nach 19 Uhr im Kreuzungsbereich Walsroder Straße/Reuterdamm/Am Pferdemarkt miteinander in Streit gerieten. So heftig, dass einem der Männer mit einem Holzbesenstiel eine Platzwunde am Kopf zugefügt wurde.

Die Situation eskalierte nach Aussage der Polizei so schnell und heftig durch herbeistürmende Freunde der Streithähne, dass die Polizei sämtliche akut verfügbaren Streifenwagen aus dem Umkreis Langenhagens an der Kreuzung zusammenrief. „Mindestens sieben Wagen“, bezifferte es die Polizei Langenhagen am Sonntag.

Dass noch nicht viel mehr Konkretes derzeit zu sagen ist, hat mehrere Gründe. Zum einen, so eine Polizeisprecherin, seien im Verlauf der Prügelei laut Zeugenaussagen immer wieder Beteiligte weggelaufen, während andere hinzukamen. Zudem gehört die Gruppe keiner Nationalität an, mit der die Polizeibeamten sich spontan hätten verständigen können. Dem Vernehmen nach handelt es sich unter anderem um Gastarbeiter, die derzeit in einer Wohnung an der Ecke Pferdemarkt/Walsroder Straße wohnen. Diese Wohnung hat nichts mit der Flüchtlingsunterkunft zu tun, die sich im hinteren Teil desselben Gebäudes befindet. Doris Lange, Leiterin des Sozialbegleitdienstes der Stadt, betonte dies am Sonntag noch einmal auf Nachfrage.

Auf der Suche nach Zeugen und geflüchteten Teilnehmern der Prügelei durchsuchten Polizeibeamte auch das besagte Eckhaus. Im Zuge des Einsatzes wurden ein Holzbesenstiel sowie eine Metallstange sichergestellt. Ermittelt wird jetzt unter anderem wegen Körperverletzung in verschiedenen Schweregraden. Zwei Personen erlitten Blutergüsse durch Faustschläge.

Welche Konsequenzen der Einsatz für die Streithähne haben wird, müssen nun die Ermittlungen und zahlreichen Vernehmungen derer ergeben, derer die Polizei habhaft werden konnte.

Durch den massiven Einsatz von Polizei und Rettungskräften reagierten viele Passanten, darunter auch Kunden der benachbarten Tankstelle, verunsichert.

Waffe im Bus

Nur wenige Minuten vor dem Beginn der Prügelei hatte die Polizei an der Konrad-Adenauer-Straße einen Bus der Üstra anhalten müssen. Zeugen hatten aus dem Bus der Polizei gemeldet, dass einer der Fahrgäste eine Waffe bei sich trüge. Die Polizei Langenhagen stoppte daraufhin den Bus und kontrollierte den Mann. Nach Aussage einer Polizeisprecherin handelte es sich um einen 18-jährigen Mann aus Langenhagen. Bei der Kontrolle wurde tatsächlich ein Gegenstand sichergestellt werden, der in seiner Art einer Machete ähnelt.

Gegen den jungen Mann wird nun ein Verfahren eröffnet. Er muss sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Was genau der Mann mit der Waffe vor hatte, wird laut Polizei erst die noch folgende Vernehmung ergeben.
Einen Zusammenhang mit der Auseinandersetzung am Reuterdamm schließt die Polizei allerdings ausdrücklich aus. 

Platzwunde nach Streit

Ein Streit zwischen Fahrgästen hat auch am Freitag in Wiesenau an der Vahrenwalder Straße sein Ende in einer Kopfplatzwunde gefunden. Ein wartender 55-jähriger Langenhagener war mit einem unbekannten Mann in Streit geraten, weil dieser mit Fahrrad den Bahnsteig entlang fuhr. Der Unbekannte schlug im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung dem 55-Jährigen mit einer Flasche auf den Kopf und flüchtete.

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Von Rebekka Neander

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