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Flughafen braucht mehr Zeit - und Erde

Langenhagen Flughafen braucht mehr Zeit - und Erde

Ein idyllisches Gewässer ist er schon lange nicht mehr. Und auch das wertvolle Feuchtbiotop wird noch länger auf sich warten lassen: Der Teich am Gelände des Niedersächsischen Jagdklubs ist offenkundig tiefer und größer als gedacht. Deshalb benötigt der Flughafen mehr Zeit für die Verfüllung.

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Vom einstigen Wasseridyll ist zwar schon lange nichts mehr zu sehen. Doch bis aus dem NJK-Teich die geplanten Feuchtbiotope geworden sein wird, werden noch einige Jahre vergehen.

Quelle: Neander

Schulenburg. Auf dem Papier müsste bald alles fertig sein: Anstelle der einst acht Hektar großen Wasserfläche im Wäldchen nahe Schulenburg-Nord wären nun bald kleine, biologisch hoch wertvolle Feuchtbiotope zu sehen mit einem Spazierpfad drumherum. Doch auf dieses, mit Umweltverbänden und Aufsichtsbehörden offiziell abgestimmtes Szenario müssen Naturfreund noch eine Weile warten. Denn es fehlt - an Erde.

"Wir haben seinerzeit ja nur die Oberfläche der alten Tonkuhle vermessen und die Tiefe nur sporadisch erfassen können", räumt Flughafen-Prokurist Michael Hesse ein. Entsprechend dieser Daten wurde von der Region der Planfeststellungsbeschluss gefasst, nachdem der Flughafen-Gesellschaft erlaubt wurde, die Tonkuhle abzupumpen und mit standortgerechtem Bodenaushub zu verfüllen. Dieser Beschluss ist nur noch bis Ende 2017 gültig. Doch der in den vergangenen fünf Jahren Kipper um Kipper herangefahrene Boden hat noch längst nicht gereicht. 

Um nicht auf halber Strecke Halt zu machen und weil ja eben von den versprochenen Biotopen noch nichts zu sehen ist, muss die Flughafen-Gesellschaft Antrag auf eine Verlängerung des Planfeststellungsbeschlusses beantragen. "Wir bereiten derzeit alles vor und werden den Antrag wohl bis zum dritten Quartal dieses Jahres eingereichen", kündigt Hesse an. Da sich weder am Projekt selbst noch an den äußeren Begleitumständen irgendetwas verändert hat, hofft Hesse auf einen schnellen formalen Akt. Dem hat Regionssprecher Klaus Abelmann nichts entgegen zu setzen. Sofern sich an den Rahmenbedingungen zur Ausführung des planfestgestellten Vorhabens nichts ändere, werde auf eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung verzichtet, schreibt Abelmann dieser Zeitung. Die Region beurteile den Vorgang dann als "Planänderung von unwesentlicher Bedeutung".

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