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Nabu schafft mit Kraftakt neues Biotop

Krähenwinkel Nabu schafft mit Kraftakt neues Biotop

1000 Heckenpflanzen haben ehrenamtliche Helfer im Nabu Langenhagen an zwei aufeinander folgenden Sonnabenden zwischen Krähenwinkel und dem Waldsee gesetzt.

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Ricky
Stankewitz (rechts, vorn)
hat bei bestem Wetter viele Helfer aktiviert.

Quelle: Ursula Kallenbach

Langenhagen. Die Pflanzungen im Nordosten Langenhagens gehören zu einem ganzheitlichen Konzept „Lebendige Wietzeaue“, das wesentlich die Bingo-Lotto-Stiftung mitfinanziert. „Wir werden hier heute fertig“, feuert der Nabu-Vorsitzende Ricky Stankewitz seine Mitstreiter an, die ihre Spaten nur für ein kurzes Mittagessen zur Seite gelegt haben. So schaffen sie es tatsächlich bei bestem Wetter, nach den ersten 355 Pflanzen vom vorangegangenen Wochenende diesmal noch 645 Pflanzen in die Erde zu bringen: Feldahorn und Hainbuche, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Schlehe und viele andere Arten. Der Boden lässt sich gut graben und umheben - genau das ist aber auch ein Grund, weshalb dort auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern vorher intensiv genutztes Ackerland nun in artenreiches Grünland umgemodelt werden soll.

„Wir planen über fünf Jahre ein ganzheitliches Konzept mit unterschiedlichen Biotopstrukturen“, verdeutlicht der Vorsitzende. Ein Lebens- und Entwicklungsraum für Amphibien solle entstehen. Dazu gehört ein Biotopverbund von inzwischen schon fünf angelegten Kleingewässern, ein Teich eben auch auf dem Gelände dort. Er wurde vor etwa vier Wochen geschaffen.

„Der Graureiher war schon da“, berichten die Aktiven erfreut, als sie einen Abdruck im nassen Sand entdecken. Stankewitz erspäht mit geübtem Blick auch schon einen kleinen „Rückenschwimmer“ im Wasser - erste Anzeichen dafür, wie schnell die Natur auch neu angebotene Biotope besiedelt. Als Bodenaushub aus diesem Kleingewässer kam in dicker Schicht unter dünnerer Ackerkrume Sand zum Vorschein. „Dadurch wird es hier jetzt einen mageren Boden geben“, vermutet Stankewitz. „Wir müssen sehen, was die Natur damit macht.“ So lasse sich nicht sicher sagen, was an Samendepot im Boden stecke. Es könnte auch Heide sein, denn das alte Flurstück heißt Stankewitz zufolge „Auf der Heide“. Im Sommer, voraussichtlich am 19. Juni, will der Naturschutzbund eine Führung über das Gelände anbieten.

Ursula Kallenbach

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