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Einsatzzahlen nach Rauchmelderpflicht steigen

Langenhagen Einsatzzahlen nach Rauchmelderpflicht steigen

Wieder brennt Essen an – wieder wird die Feuerwehr alarmiert. Mit einem Großaufgebot mussten die Langenhagener am Montagnachmittag ausrücken. Zuvor war die Ortsfeuerwehr Kaltenweide morgens genau deshalb gerufen worden. Die Stadt wird die Verursacher dafür aber nur schwerlich zur Kassen bitten können.

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Die Alarmierungszahlen wegen ausgelöster Rauchmelder steigt in Langenhagen an.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Ortsfeuerwehr ist am Montagnachmittag wegen eines auf dem eingeschalteten Herd verbrannten Essens ausgerückt. Morgens war die Ortsfeuerwehr Kaltenweide wegen angesengter Speisen bereits zur Flüchtlings-
unterkunft an die Pfeifengrasstraße gerufen worden. Am Nachmittag ging es unter Leitung von Langenhagens Zugführer Marcel Hofmann um 16.25 Uhr – nur vier Minuten nach der Alarmierung – zu einem Mehrfamilienhaus an die Walsroder Straße Ecke Konrad-Adenauer-Straße. Anders als der sonntägliche Alarm musste dieses Mal die Walsroder Straße wegen des Einsatzes der Drehleiter im Berufsverkehr aber nicht gesperrt werden. Dennoch kam es zu leichteren Behinderungen.

„Eine fast identische Alarmmeldung wie am Tag zuvor stand auf den Funkmeldeempfängern der Ortsfeuerwehr Langenhagen am Montagnachmittag“, berichtete später Langenhagens Feuerwehrsprecher Christian Hasse. Denn darauf stand: „Rauchwarnmelder ausgelöst, Brandgeruch“. In einer Wohnung im vierten Obergeschoss piepten die Rauchmelder. Einsatzleiter Hofmann ließ einen Trupp unter Atemschutz vorgehen. Eine C-Leitung musste gelegt und die Wohnungstür gewaltsam aufgebrochen werden. Schnell stellte sich jedoch angebranntes Essen als Verursacher des Brandgeruches heraus – die Wohnung war sonst leer. Der Herd wurde abgeschaltet und die Räume samt Treppenhaus anschließend belüftet. Nach gut 45 Minuten war der Einsatz für die 17 ehrenamtlichen Kräfte beendet.

Wegen eines angebrannten Essen brauchen die Verursacher die anfallenden Kosten für die Einsätze aber wohl nicht begleichen. „Ob der Tatbestand ,grob fahrlässig‘, bei einem angebrannten Essen erfüllt ist, ist sicherlich schwer anzunehmen“, sagt Feuerwehrsprecher Stephan Bommert mit Verweis auf das Niedersächsische Brandschutzgesetz. Die Gebühren wären im anderen Fall nicht unerheblich. Bei einem kompletten Löschzug mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften kommen leicht 1400 Euro zusammen, rechnet Bommert vor. Mit den drei jüngsten Alarmierungen wegen ausgelöster Rauchwarnmelder in privaten Gebäuden summiert sich die Zahl an Einsätzen in diesem Jahr auf 14, berichtet er auf Anfrage.

„Es ist natürlich ein Anstieg der Einsatzzahlen in diesem Bereich zu verzeichnen gewesen“, sagt Bommert mit Blick auf den gesetzlich vorgeschriebenen Einbau von Rauchwarnmeldern. Im kompletten vergangenen Jahr war die Feuerwehr ganze 20 Mal wegen ausgelöster Geräte ausgerückt. „Aber das ist auch gut so.“ Denn die Technik erfüllte ihren Zeck. Und angebranntes Essen könne einen Zimmerbrand auslösen, gibt der Feuerwehrsprecher zu bedenken, da es in der Küche oft leicht entflammbare Gegenstände gebe. „In einem Mehrfamilienhaus kann dieses zu einer kniffligen Einsatzlage führen.“ Aus diesem Grund werde das Stichwort „ausgelöster Rauchwarnmelder nach wie vor sehr ernst genommen“, betont Bommert.

Gleichwohl müsse geschaut werden, wie sich die Einsatzzahlen in den nächsten Jahren entwickeln. Speziell wenn die Geräte älter und damit möglicherweise störanfälliger werden.

Von Sven Warnecke

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