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Nach Hindernissen wird Beirat nun gewählt

Langenhagen Nach Hindernissen wird Beirat nun gewählt

Mit Hindernissen: Nach einigem Ringen soll in der Stadt nun ein Beirat für Menschen mit Behinderungen gewählt werden. Das wird auch Zeit - denn es gibt nach Meinung des Arbeitskreises Barrierefreies Langenhagen noch einiges zu tun. Im Vorfeld steht am 7. Oktober eine Infoveranstaltung an.

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Achtung Stolperfalle: Die Kante, die den Übergang von Gehweg und Fahrbahn markiert, ist für Menschen mit Behinderungen nicht immer leicht zu erkennen.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Nun ist es so weit: In Langenhagen wird erstmals ein Beirat für Menschen mit Behinderungen gewählt. Allerdings werden den künftigen Mitgliedern - entgegen der Empfehlung der Langenhagener Stadtverwaltung - stimmberechtigte Kommunalpolitiker an die Seite gestellt. Das hatte seinerzeit für  Unverständnis und Kritik - speziell aus den Reihen der Betroffenen gesorgt.

„Um überhaupt die Möglichkeit eines Beirates zu bekommen, schlucken wir diese Kröte, obwohl eine nur beratende Teilnahme der Ratsmitglieder an Beiratssitzungen sicher logischer und sinnvoller wäre", meint Albert Schneider als Sprecher und Initiator des Arbeitskreises Barrierefreies Langenhagen. Denn letztlich geht es um eine Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen. Um ihnen Gehör zu verschaffen, betont Schneider. Zumal der Arbeitskreis auf Anfragen und Wünsche bisweilen nur wenig oder gar keine Reaktionen aus der Politik oder dem Rathaus erhalten hat, kritisiert er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Dabei erinnert Schneider etwa an den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle vor dem Rathaus an der Konrad-Adenauer-Straße. "Ich will niemanden vor das Schienbein treten, mir ist es aber wichtig, dass das Problem ankommt. Die können das Problem doch nicht einfach aussitzen", moniert der AK-Sprecher. Obwohl ihm durchaus klar sei, dass es vermutlich mal wieder nur um Geld geht.

Die Verwaltung habe den barrierefreien Umbau in der Stadt durchaus im Blick, betont indes Bürgermeister Mirko Heuer auf Anfrage. Er erinnert dabei auch daran, dass es ein entsprechendes Programm gebe. Doch dieses könne nur nach "Kapazitäten" des Personals und finanziellem Spielraum abgewickelt werden, meint der Rathauschef.

Mehr Gewicht erhält der Arbeitskreis Barrierefreies Langenhagen nun vermutlich nach der Wahl eines Beirates für Menschen mit Behinderungen. Dieser soll am Sonnabend, 21. Oktober, zwischen 15 und 18 Uhr im Ratssaal gewählt werden, kündigt Stadtsprecherin Sabine Mossig an. Wahlberechtigt seien alle Langenhagener, die mindestens 16 Jahre alt sind und eine anerkannte Behinderung von mindestens 30 Prozent nachweisen können, berichtet Mossig ferner. Das gelte aber auch für Erziehungsberechtigte von Menschen mit Behinderungen oder Vereins- oder Berufsbetreuern.

Die Voraussetzungen für das Amt, die Aufgaben sowie der Wahlablauf sind in einer im Rathaus ausliegenden Bröschüre nachzulesen oder können im Internet auf www.langenhagen.de unter dem Stichwort "Behindertenbeirat" heruntergeladen werden. Zudem gibt es im Vorfeld am Sonnabend, 7. Oktober, um 14 Uhr eine Informationsveranstaltung im Rathaus, Marktplatz 1. Dort werden nicht nur die Wahlmodalitäten erläutert. Es gibt zudem einen Bericht der Beauftragten der Region Hannover für Menschen mit Behinderungen, Renate Conrad. Außerdem berichtet Gunther Partetzke als Wedemärker Vorsitzender des Beirats über die praktische Arbeit des Gremiums.

Barrieren in der Stadt abbauen helfen

Auch das nächste Treffen des Arbeitskreises Barrierefreies Langenhagen am Montag, 16. Oktober, befasst sich mit der Wahl des Beirats für Menschen mit Behinderungen. Ferner ist ein Vortrag über barrierefreies Wohnen geplant. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Mensa des Langenhagener Schulzentrums, Konrad-Adenauer-Straße  21. Dazu sind alle Menschen mit oder ohne Handicap eingeladen, die mithelfen wollen, Barrieren in der Stadt abzubauen. Weitere Informationen erteilt Albert Schneider unter Telefon (0511) 722733.

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