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Marieta Blumenau sagt Adieu

Langenhagen Marieta Blumenau sagt Adieu

Nach knapp einem Vierteljahrhundert verlässt Pastorin Marieta Blumenau die Emmaus-Kirchengemeinde in Richtung Peine. Bis ein Nachfolger gefunden ist, folgt ihr zunächst als Vakanz-Vertretung Pastor Dieter Rudolph-Rodekohr.

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Marieta Blumenau (rechts) mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden Elke Zach.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Marieta Blumenau wird die Emmaus-Kirchengemeinde nach 24 Jahren bereits zum 1. Mai in Richtung Peine verlassen. Die Vorsitzende des Emmaus-Kirchenvorstandes, Elke Zach, geht davon aus, dass Blumenaus Nachfolge frühestens im September oder Oktober geklärt sei. Auch die zusätzliche Diakonstelle - sie wurde als Ersatz für die zweite, halbe Pastorenstelle von Isabell Schulz-Grave ausgeschrieben - ist noch nicht besetzt.

Für Blumenau ist der Abschiedsgottesdienst für Sonntag, 22. Mai, um 15 Uhr geplant. Die Pastorin wechselt zum 1. Mai als Springerin in den Kirchenkreis Peine. Das helfe ihr zum einen, von der für Gemeindepastoren üblichen Sieben-Tage-Woche mit durchschnittlich 60 Arbeitsstunden wegzukommen, betont Blumenau, die 1992 in die Emmaus-Gemeinde kam. Zudem unterliege sie dann auch nicht mehr der Residenzpflicht. Das ermöglicht es ihr, in das geerbte Elternhaus nach Hannover-Mittelfeld zu ziehen.

Die Pastorin bezeichnet ihren Schritt auch mit Blick auf das eigene Alter als "Vernunftsentscheidung". Das sei aber eher zufällig gewesen. "Ich wollte nicht unbedingt weg." Doch nach dem Tod ihrer Mutter im vergangenen Jahr ermöglicht ihr der Weggang den Umzug in das Reihenhaus der Eltern.

Und was bleibt? Für Blumenau sind es etwa die vielen Hundert Konfirmationen, Hochzeiten, Taufen aber auch Beerdigungen. Vor allem aber die intensive Arbeit mit ABM-Kräften bleiben ihr in Erinnerung. "Wir waren seinerzeit wie eine richtige kleine Baufirma", erinnert Blumenau an die Zeit Ende des 20. Jahrhunderts. Rein zufällig sei die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Langenhagen entstanden, blickt die Pastorin zurück. Auch weil die Stadtverwaltung selbst Abstand von der Idee genommen hatte, ABM-Kräfte einzustellen. Also habe die Kirchengemeinde zugegriffen.

In der Folge herrschte über die Jahre emsiges Treiben rund um Kirche und Gemeindehaus. "Häufig waren mehr als zehn Kräfte gleichzeitig aktiv", beschreibt die Seelsorgerin die Zeit. Das sei knapp acht Jahre so gegangen. Entweder in Trägerschaft der Kirchengemeinde oder aber des Vereins Gemeinsam leben in Langenhagen. Nicht nur das Pfarrhaus wurde seinerzeit von den Männern saniert, sondern auch das Kirchhaus.

"Da war es am ungewöhnlichsten", blickt Blumenau auf ihre fast 24-jährige Tätigkeit zurück. So ganz wird die Pastorin aus dem Langenhagener Stadtbild noch nicht verschwinden. Einerseits ist ihr Umzug nach Hannover erst in einigen Monaten geplant. Zudem wird sie ihre eigene Vakanz-Vertretung in den Sommerferien selbst vertreten. Dann gibt es ein Wiedersehen.

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Pastor Dieter Rudolph-Rodekohr übernimmt in der Emmaus-Kirchengemeinde die Vakanzvertretung, bis ein neuer Seelsorger gefunden ist.

Quelle: privat

Von Sven Warnecke

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