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Wasserturm wird weiter ausgebaut

Langenhagen Wasserturm wird weiter ausgebaut

Bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit fühlen sich die Fledermäuse im tiefen Keller des ehemaligen Wasserturms in Langenhagen so richtig behaglich. Im Stockwerk darüber versuchen dagegen die Mieter planvoll alles, um Wasser und Feuchtigkeit zu kanalisieren. Und eben wird auch eine moderne Toilette eingebaut.

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Der Garten rund um den Wasserturm im Eichenpark ist das Reich der Imker und Bienen.

Quelle: Kallenbach

Langenhagen. Einen Mietvertrag über 25 Jahre hat die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen (NVL) vor drei Jahren unterschrieben. Auf der Grundlage lohnen sich die erheblichen Investitionen an Arbeit und Geld, um in dem Baudenkmal im Eichenpark ein Naturinformationszentrum (NIZ) auszubauen, betont der NVL-Vorsitzende, Hans-Jürgen Ratsch. Das sieht auch die Bingo-Umweltstiftung so; sie trägt die Kosten des Toilettenausbaus mit einem Zuschuss von 18 000 Euro zu mehr als 84 Prozent. Damit fördert die Stiftung die weitere intensive Gebäudenutzung – und folgt doppelt ihren erklärten Zielen: Sie leistet im Turm ihren Beitrag zur Denkmalpflege und ermöglicht so auch die Projekte im Umweltschutz- und Naturschutz.

Die Schüler Charlotte Brusberg und Laurin Mathes halten immer freitags die Imkerei ihrer Schülerfirma aus der IGS List im Wasserturm in Gang und freuen sich über jede Verbesserung. „Hier können wir auch Lehrgänge machen und noch mehr Kinder ans Imkern bringen“, sagen beide unisono.

Die alte Toilettenanlage muss aufgehoben werden, denn außerhalb des Turms liegt sie neben dem Honigschleuderraum – ein hygienischer Mangel. Kurt Kritten steht den Schülern zur Seite. Der stellvertretende Vorsitzende der NVL begleitet die Schülergenossenschaft im Aufsichtsrat. Die Firma steht mit im Mietvertrag.

Ende Oktober soll die neue Sanitäranlage zugänglich sein und dient dann allen Gruppen und Gästen im Turm. Die Projekte der NVL gehen weiter. „Wir haben schon eine Küche für 18 000 Euro selbst eingebaut“, berichtet Ratsch. Nun wird ein Materiallagerraum von etwa 40  Quadratmetern eingerichtet, ebenso eine Drechselwerkstatt und Kerzenmanufaktur. Als größtes Vorhaben planen die Naturschützer, eine Zwischendecke einzuziehen. Auf circa 80 Quadratmetern könnte dort ein Multifunktionsraum für Vorträge und Lerngruppen Platz finden. Der NVL-Vorsitzende propagiert das Vorhaben als einen Teil der Wünsche, die Bürger in Langenhagen öffentlich an die Stadt herantragen.

Bis zu 90 Zentimeter dicke Mauern mussten im Turm schon durchbohrt werden. Über die planerische und bauliche Hilfe vonseiten der Stadt findet der NVL-Vorstand viele lobende Worte – und hofft weiter auf die Unterstützung.

Turmausbau kann Handwerker brauchen

Gebaut wurde der Wasserturm an der Stadtparkallee 1905. Bereits 1986 begann die Naturschutzarbeit im Turm mit der Eulenauswilderung. Heute nutzt die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen (NVL) als langfristiger Mieter der Stadt Langenhagen Keller und Hochparterre des denkmalgeschützten Gebäudes. Die Räume und den Außenbereich teilt sich die NVL mit dem Nabu (Orts- und Jugendgruppe) und dem Imkereiverein. Die Imkerei-AG, die Schülerfirma Imkerei der IGS List und die Schülerfirma Imkerei des Gymnasiums Langenhagen haben sich zu wichtigen Partnern in Sachen Naturschutz und -information im Turm entwickelt. Die umfangreiche Informations-, Vortrags und Schulungsarbeit braucht Platz: Die Aktiven müssen „nebenbei“ Räume renovieren oder neu ausbauen. Nicht nur für die Arbeit in der Natur suchen sie daher Interessierte und Helfer; nahezu jedes Handwerk wird beim Turmausbau gebraucht.

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Fotostrecke Langenhagen: Wasserturm wird weiter ausgebaut

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