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Neubau wird ein übergroßes Puzzle

Schulabriss in Langenhagen Neubau wird ein übergroßes Puzzle

Viele Gebäude des Langenhagener Schulzentrum müssen abgerissen werden, das hat jetzt eine Analyse ergeben. Wann und wie die Gebäudeteile entfernt und wieder aufgebaut werden, ist offen. Auch für den Kostenrahmen gibt es nur grobe Schätzungen. Klar ist nur: Der heiß diskutierte dritte Bauabschnitt ist gestoppt.

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Quelle: HAZ

Langenhagen. Drei Möglichkeiten stehen zur Verfügung: Unterrichtsräume in Containern mit einer Lebensdauer von rund fünf Jahren; bauen mit Fertigelementen für rund 25 Jahre sowie Massivbau für etwa 50 Jahre. „Der Ersatz der Gebäude wird in einer Mischform erfolgen“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Mit einem Abriss sei frühestens in einigen Monaten zu rechnen.

Derzeit recherchiert die Stadt in alle erdenklichen Richtungen: Welche Freiflächen stehen rund um das Schulzentrum zwischen Stadtpark und Rieselfelder zur Verfügung, um Container aufzustellen? Wobei diese nach Auskunft der Lieferfirmen von vergangener Woche frühestens im Februar 2016 geliefert werden können.

Welche Wegezeiten müssen kalkuliert werden? Wo können Bauten mit Fertigteilen errichtet werden und wofür würden diese sich eignen? Und schließlich: Wo würden sich am ehesten Massivbauten positionieren lassen? Muss dafür unter Umständen erst die marode Peko-Halle abgerissen werden? Vollends gestoppt wurde dagegen das Verfahren für den lang umstrittenen dritten Bauabschnitt, für den die Stadtverwaltung kürzlich erst einen Planer bestimmt hatten.

„Wir haben das Glück, dass wir genau wissen, was wir ersetzen müssen“, betont Bürgermeister Mirko Heuer. Denn mit der Analyse der Bausubstanz hatte die Stadt auch ein Gutachten zum Raumbedarf aller Schulen in Auftrag gegeben. „Auf diese Erkenntnisse können wir sofort zurückgreifen.“ Für eine Übergangslösung sucht die Stadt derzeit an allen erdenklichen Stellen nach freien Räumen. Sogar außerhalb Langenhagens direkt am Stadtrand seien Mitarbeiter auf der Suche nach freien Räumen gewesen. „Allerdings eignet sich ja nicht jedes Büro als Klassenraum“, sagt Hettwer. Die Klassenräume der frei werdenden Förderschulen gleich neben dem Schulzentrum scheiden jedoch aus. Sie sind schlicht zu klein.

Ebenfalls ausgeschlossen sind Turnhallen. „Wir können darin keine Klassenräume mit Leichtbauwänden einbauen“, erläutert Hettwer. Zum einen ließen sich die Wände nicht bis zum Deckendach hochziehen, zum anderen bliebe nicht genügend Platz für Fluchtwege. „Bei der Unterkunft von Flüchtlingen ist dies etwas anderes.“ Zwischen die Liegen würden lediglich Sichtschutzwände aufgestellt.

Vollkommen ungeklärt ist derzeit, wie weit die Schulen in den Provisorien barrierefrei erreichbar sein werden. Bei der IGS betrifft dies im nächsten fünften Jahrgang einen Jungen, der im Rollstuhl sitzt. Den eigentlich vorgesehenen Klassenraum im Obergeschoss könnte er ohne den Fahrstuhl im Gymnasiums-A-Trakt nicht erreichen. Eine Absage muss der Junge jedoch nicht fürchten, sagt Kuschel. „Er hat seine Zusage bekommen.“

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