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Zu viele Barrieren in der Stadt

Langenhagen Zu viele Barrieren in der Stadt

Um Barrieren aller Art in der Stadt abzubauen, die Menschen mit Einschränkungen behindern, will Albert Schneider eine Arbeitsgemeinschaft gründen. Selbst sehbehindert wünscht sich Schneider einen möglichst breiten Zusammenschluss aller Gruppierungen und eine Kooperation mit dem Inklusionsausschuss.

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Für sehbehinderte Menschen sollten Treppenstufen mit Kontraststreifen sowohl von oben als auch von der Seite gut sichtbar gemacht werden. .s

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Treppe vor dem Treffpunkt der Volkshochschule ist für Albert Schneider ein Paradebeispiel. Jedoch nicht, wie es sich die Stadt vielleicht wünschen würde. "Diese Treppe ist für blinde oder sehbehinderte Menschen nicht erkennbar", sagt Schneider. Weder gibt es eine seitlich ertastbare Begrenzung noch die kontrastreichen Signalstreifen, die eigentlich die oberste und unterste Stufe hervorheben sollen. Der Handlauf des unteren Treppenteils endet bereits auf Höhe der vorletzten Stufe. "Das ist eigentlich lebensgefährlich." Die Krönung, fügt Schneider bitter hinzu, ist das fehlende Hinweisschild auf den Aufzug, der über diese Treppe hinweghelfen könnte. "Dass es den im Mehrgenerationenhaus gibt, habe ich jahrelang nicht geahnt."

Selbst sehbehindert bietet Schneider einmal im Monat Beratung für sehbehinderte und blinde Menschen im Rathaus an. Er tut dies im Auftrag des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Hannover. Und weil er auch dabei immer wieder auf alltägliche Beschwernisse stößt, möchte er sich jetzt mit Gleichgesinnten "abseits der Verbandsebene" zusammentun. Für kommenden Dienstag, 3. Mai, lädt Schneider deshalb zu einem Gründungstreffen in die Teestube des Schulzentrums ein. Start ist um 19 Uhr.

"Ziel ist, mit einer möglichst breit aufgestellten Gruppe die Verantwortlichen auf buchstäbliche Stolperfallen hinzuweisen", sagt Schneider und betont dabei, "dass ich damit niemanden anklagen möchte." Im Gegenteil. Schneider lobt die außerordentlich konstruktive Zusammenarbeit mit Peter Kleinsorge, dem Inklusionsbeauftragten der Stadt. "Auch möchten wir gerne mit dem Inklusions-Ausschuss der Stadt und dem Seniorenbeirat zusammenarbeiten." Dessen Vorsitzende Christa Röder habe bereits Interesse bekundet.

Schneider geht es mit seinem Anliegen um alle Menschen in der Stadt. "Kleinkinder sind auch eingeschränkt in ihrer Mobilität, auch wenn sie gar nicht behindert sind." Zudem sollen Hinweisschilder, wie Schneider sie für den Fahrstuhl am VHS-Treffpunkt vermisst, unbedingt so gestaltet sein, dass sie auch "von Menschen mit kognitiven Problemen" einwandfrei verstanden werden.

Wer sich Schneiders Idee anschließen möchte, erreicht ihn telefonisch unter (05 11) 72 27 33. Seine Beratungsstelle im Rathaus öffnet an jedem dritten Donnerstag im Montag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Sitzungsraum II im Erdgeschoss.

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Von Rebekka Neander

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