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Kunst der Kollaboration wird gezeigt

Langenhagen Kunst der Kollaboration wird gezeigt

Kerstin Cmelkas 81-minütiger Kinofilm „The Animals“ der bereits auf dem Festival „Achtung Berlin“ und in Frankfurt lief, ist Teil einer besonderen Ausstellung. Zum dritten Mal präsentiert die Künstlerin ihre Arbeiten im Kunstverein Langenhagen und widmet sich ab Freitag einem Thema von besonderer Aktualität

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Zu jeder Ausstellung entwirft Kerstin Cmelka ein Sitzmöbel, während Manuel Gorkiewicz Papier als Element der Raumgestaltung einsetzt.

Quelle: Patricia Chadde

Langenhagen. „Wir alle wählen verschiedene Verhaltensweisen“, sagt Kerstin Cmelka. „Wie wir auf andere zugehen oder uns in Gruppen verhalten, ist individuell und kulturell verschieden.“ Oder wie es die Leiterin des Kunstvereins, Ursula Schöndeling, ausdrückt: „Wir haben ein vielgestaltiges Selbst“.

Dass Schauspieler unterschiedliche Rollen einnehmen, ist ihre Profession, die inzwischen von Managern und Politikern adaptiert wird, sodass der Coachingmarkt boomt. Aber auch die „The Animals“-Schauspieler reagieren aufeinander ebenso wie Künstler bei ei
nem gemeinsamen Projekt, wie
dem „Henne-Ei-Dilemma“. Stuart Home beschäftigt sich als Fotokünstler mit seiner Mutter. In
der Langzeit-Fotoserie „Becoming
(m)other“ nimmt er ihre Posen als Fotomodell ein, manchmal mit mehreren Jahren Abstand. Die Architektur des Raumes ist ebenfalls ein wirkmächtiger Bereich der künstlerischen Kollaboration.

Manuel Gorkierwicz, der seit sechs Jahren immer wieder mit Kerstin Cmelka zusammenarbeitet, verbindet bei seinen skulptural wirkenden, aber federleichten Papierarbeiten formale Strenge mit Partycharme. Seine frühe Videoarbeit eines sich endlos formenden Softeises zeigt Cmelka auf zwei übereinander gestapelten Bildschirmen. Ein dritter sitzt dazwischen und durchbricht die suggestive Harmonie des immer Gleichen durch ganz andere Videoarbeiten. Aber auch die Außenrepräsentation wird zum künstlerischen Thema. Aus Zeitschriften kennen wir Homestorys, die wie ein Schauspiel inszeniert wurden, aber vorgeben, den wahren Alltag eines Stars abzubilden.

Weitere künstlerische Produktionen, die für den Film einflussreich waren oder es über ihn geworden sind, sowie korrespondierende Arbeiten wurden ebenfalls von der kuratierenden Kerstin Cmelka ausgewählt. Um die Arbeiten auf sich wirken zu lassen, kann man sich dabei jede Zeit nehmen. „Wir erheben keinen Eintritt, man kann immer wieder kommen“, lädt Ursula Schöndeling herzlich ein. Dialogische Führungen für Besucher – vom Schüler bis zum Senioren – sowie Workshops zur Selbstinszenierung der kantigen Seite des Selbst versprechen interessante Erfahrungen mit der Selbstinszenierung.

Die Vernissage ist Freitag ab 19 Uhr im Langenhagener Kunstverein, Walsroder Straße 91a.

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Fotostrecke Langenhagen: Kunst der Kollaboration wird gezeigt

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Von Patricia Chadde

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