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Neue Debatte ums Weiherfeld

Langenhagen Neue Debatte ums Weiherfeld

Die Grünen in der Regionsversammlung sagten erst einmal Nein. Die Langenhagener Politik schweigt. Und die Anwohner im bereits bebauten Weiherfeld schwanken zwischen Protest und Bauantrag. Dabei geht die Untersuchung gerade erst los, ob das Weiherfeld im Nordosten erweitert werden kann.

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Das Weiherfeld.

Quelle: Archiv

Langenhagen. „Durchwachsen“ - so nennt Jens Monsen die Diskussion im Umweltausschuss der Region, in der jetzt erstmals öffentlich ein politisches Gremium über eine Erweiterung des Weiherfeldes gesprochen hat. Monsen, Wirtschaftsförderer der Stadt Langenhagen und zugleich Geschäftsführer der stadteigenen Entwicklungsgesellschaft (EL), hatte die Diskussion verfolgt, um weitere Pläne abwägen zu können. Klar ist ihm seither: Es sind noch viele Fragen offen.

Regions-Umweltdezernent Axel Priebs hatte das Ansinnen der Stadt, für die Gewinnung neuen Wohnbaulandes einen gut sieben Hektar großen Teil des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Wietzetal zu löschen, in der Sitzung grundsätzlich befürwortet, dabei jedoch auch seine Bedenken deutlich gemacht. Monsen überrascht das nicht. „Wir befinden uns ganz am Anfang der Planung, da wäre auch eine Verschiebung der Fläche vollkommen normal“, sagt er.

Deshalb wird es jetzt eine Reihe von Untersuchungen geben: Was lebt wo auf der infrage stehenden Fläche? Was davon ist schützenswert? Eignen sich die von der Stadt bereits erworbenen Flächen im Wietzetal als künftig geschützte Ausgleichsfläche?

Georg Obermayr, Vertreter des Naturschutzbundes Langenhagen, betonte im Ausschuss, die angebotene Ausgleichsfläche im Wietzepark sei bereits eine Grünfläche und könne gar nicht anders genutzt werden. Als zusätzliche Schutzzone sei das Areal nicht zu verstehen. Monsen widerspricht dem: „Der LSG-Bereich im Weiherfeld ist derzeit ein intensiv bewirtschafteter Acker und daher ökologisch nicht besonders wertvoll.“ Der Wietzepark erhielte dagegen einen zusätzlichen Schutz. Priebs und Monsen sind für Ende Oktober zu weiteren Gesprächen verabredet.

Auch in Langenhagen selbst sind die Reaktionen durchwachsen: Während es aus der Politik nur einzelne (positive) bis gar keine Reaktionen gegeben hat, äußern sich die Anwohner deutlich: Bei den Familien löste die Nachricht weiterer Baugebiete Erschrecken aus. Sind doch die Betreuungseinrichtungen für Kinder in Kaltenweide derzeit überbelegt. Gleichzeitig sind bei Monsen bereits erste Anfragen von Bauwilligen eingetroffen.

Der Sorge um die Auslastung der Betreuungseinrichtungen begegnet Monsen mit einem Hinweis auf den Zeitplan. Sollte es von Stadt und Region Zustimmung für den Plan geben, sei Baubeginn frühestens 2019. „Dabei sollte man aber beachten: Nur weil wir Baugebiete schaffen, heißt das nicht, dass diese auch sofort gefüllt werden“, sagte Monsen auf Nachfrage. „Wir können das selbst steuern.“

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