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Eine Anwältin für die Patienten

Langenhagen Eine Anwältin für die Patienten

Ob Behandlungsfehler, Streit mit dem Personal oder allgemeine Unzufriedenheit: Eleonore Hein hilft als neue Patientenfürsprecherin an den KRH-Psychiatrien Langenhagen und Wunstorf bei Problemen und Sorgen. Sie vermittelt ab sofort zwischen Patienten, Angehörigen und dem Krankenhaus.

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Eleonore Hein unterstütz Patienten der Psychatrien Langenhagen und Wunstorf und deren Angehörigen bei Problemen.

Quelle: Lisa Malecha

Langenhagen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Krankenhaus fördern, bei Beschwerden helfen oder einfach nur ein offenes Ohr bieten: Seit April ist Eleonore Hein im Amt und setzt sich für die Wünsche ihrer Klienten ein. Für die 66-jährige Wunstorferin ist die ehrenamtliche Tätigkeit als „Anwältin für die Patienten“ eine tolle Möglichkeit, dass wieder „Bewegung reinkommt“ in ihr Leben.

Denn nach 41 Jahren als Krankenpflegehelferin an der Psychiatrie Langenhagen ist sie in diesem Jahr in Rente gegangen. „Ich habe aber gerne was um die Ohren, und ich arbeite auch gerne“, sagt sie. Daher habe sie nicht lange überlegt, als ihre Pflegedirektorin ihr das Ehrenamt vorgeschlagen hat.

Genug Erfahrung im Bereich der Psychiatrie hat Hein jedenfalls: Bereits ihre Ausbildung zur Krankenpflegehelferin hat sie Anfang der Siebzigerjahre in einer Psychiatrie in Heiligenhafen gemacht. „Ich wollte immer schon eine Ausbildung im Gesundheitswesen machen“, erinnert sie sich. 1975 zog sie dann in die Region Hannover und begann in der Tagesklinik Königsstraße zu arbeiten, die zur Psychiatrie Langenhagen gehört.

„Der Psychiatriebereich hat mich wegen seiner Vielfältigkeit interessiert“, sagt sie. Die unterschiedlichen Krankheitsbilder, das weite Spektrum der Arbeit und die Möglichkeiten, gemeinsam mit Patienten an ihrer Zukunft zu arbeiten – das alles habe sie fasziniert. Nun freue sie sich darauf, als Mittlerin zwischen Patienten, Angehörigen und dem Krankenhaus tätig zu sein.

Egal bei welchen Sorgen oder Wünschen, sie sei Ansprechpartnerin für alles. „Dabei kann es um das Essen gehen, um Konflikte mit Mitarbeitern oder um Sorgen wegen der Behandlung“, sagt Hein, die an die Schweigepflicht gebunden ist. „Nur wenn meine Klienten mich davon entbinden, werde ich bei der Suche nach einer Lösung ihre Namen nennen.“ Sie leiste auch bei Gesprächen mit Ärzten Beistand, wenn dies gewünscht ist. „Die Patienten sollen einfach wissen, dass wer da ist, der sie unterstützt“, sagt Hein.

Eleonore Hein bietet alle zwei Wochen jeweils mittwochs von 14 bis 16 Uhr eine Sprechstunde in Langenhagen an. Nächster Termin ist am 4. Mai. Interessierte können sie auch unter Telefon (05 11) 7 30 02 76 sowie per E-Mail an Patientenfuersprecher.Psych-LGH@extern.krh.eu erreichen.

Fünf Ehrenamtliche sind in der Region tätig

Hintergrund für die Berufung der fünf Patientenfürsprecher in den KRH-Häusern ist eine Änderung im Niedersächsischen Krankenhausgesetz, wonach dieses Amt in jedem niedersächsischen Krankenhaus einzurichten ist. In der Region Hannover ist Wolfgang Grotstück für die Kliniken Gehrden und Neustadt, Conrad Hauptmann für Großburgwedel und Lehrte, Wilhelm Schultheis für die Nordstadt und die Geriatrie Langenhagen sowie Dietrich Storp für Laatzen und das Siloah-Oststadt-Heidehaus zuständig. Die Patientenfürsprecher arbeiten unabhängig und sind keinen Weisungen vonseiten des Krankenhauses unterworfen. Die Patientenfürsprecher verfügen über die erforderlichen Erfahrungen im Sozial- und Gesundheitswesen, dürfen jedoch nicht medizinisch, pflegerisch oder therapeutisch beraten. Unter www.krh.eu/patienten/info/Seiten/fuersprecher.aspx sind die Kontaktdaten aller Fürsprecher abrufbar.

Von Lisa Malecha

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