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Neue Runde im Rathaus-Streit

Langenhagen Neue Runde im Rathaus-Streit

Der Streit um das aus allen Nähten platzende Rathaus dreht eine neue Runde: Nach der Niederlage der Verwaltungsspitze mit ihrem Wunsch nach einem Neubau, soll es nun einen Anbau und eine Altbau-Sanierung für maximal 20 Millionen Euro geben.

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Das Rathaus in Langenhagen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Liste der Unterzeichner ist lang: SPD, Grüne, SVG, BBL und der unabhängige Ratsherr Bernd Speich unterstützen die Idee. Danach wird die Verwaltung beauftragt, „durch einen Anbau an das Rathaus und die Sanierung des Bestandsgebäudes zukunftsweisende Voraussetzungen für moderne Verwaltungsarbeit zu schaffen“. Dabei soll die Sanierung des Altbaus nicht mehr als 7 Millionen Euro kosten. Für den Anbau dürfen es dann noch einmal 13 Millionen Euro sein.

Mit dieser Summe liegt die Politik weit unter den Ideen, für die Bürgermeister Mirko Heuer (CDU) und Stadtbaurat Carsten Hettwer wiederholt und eindringlich geworben hatten. Rund 35 Millionen Euro waren seinerzeit aufgerufen worden.

Einigkeit besteht über die Feststellung, dass die inzwischen auf weit mehr als 800 Mitarbeiter gewachsene Stadtverwaltung im Altbau an der Konrad-Adenauer-Straße keinen ausreichenden Platz mehr hat. Trotz bereits angemieteter Büros an der Schützenstraße sowie am Frankenring hatte eine Prüfung zur Gefahrenabwehr unlängst Grund zur Kritik. Diverse Büros seien überbelegt. Die Stadt musste daraufhin erneut weitere externe Räume anmieten.

Mehrere Gutachten wurden deshalb bereits vor Jahresfrist gehört: Danach ist der Altbau zwar noch wirtschaftlich sanierungsfähig. Für eine zukunftsweisende Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitsplätze sei der von dem renommierten Architekten Dieter Oesterlen gestaltete Trakt allerdings nicht geeignet. Die Verwaltungsspitze sprach sich daher einhellig für einen Neubau am Handelshof aus, in den auch eine Stadtbibliothek integriert werden könnte. Auch für deren Räume muss die Stadt derzeit Miete bezahlen.

So einhellig die Ablehnung der Politik für diese Idee („Kosten derzeit nicht vermittelbar“), so breit sollte auch der Konsens sein für die Alternativ-Idee. Auch die CDU und der unabhängige Ratsherr Wilhelm O. Behrens waren von der SPD frühzeitig angefragt worden. Doch ihre Unterschriften fehlen bis heute. „Am Morgen nach unserem allerersten Gespräch“, so klagt CDU-Fraktionschef Bernhard Döhner im Gespräch mit dieser Zeitung, „fanden wir die Haltung von Rot-Grün zum Haushalt, zu dem ja auch der Rathaus-Anbau gehört, bereits in der Zeitung.“ Eine Mitgestaltungsmöglichkeit an dem Antrag habe es offenkundig nie gegeben. „Das ist eine Stillosigkeit.“ Ähnlich äußert sich Behrens. Er hält den von Heuer gewünschten Neubau zwar inhaltlich für die bessere Idee, angesichts der bevorstehenden Groß-Projekte wie das zu erneuernde Schulzentrum aber „nicht vermittelbar“. Behrens wird sich in der politischen Debatte enthalten, lehnte aber eine Unterschrift mit dem Hinweis auf die Haltung der SPD ab. „Sie wollte vor allem den Kostendeckel von 20 Millionen Euro nicht verhandeln.“ Dies hält Behrens für einen Fehler. „Dann werden wir das Ganze auch nicht einen Cent günstiger bekommen.“

Der Stadtplanungsausschuss wird sich mit dem Rathaus-Anbau am Dienstag, 12. Januar, um 17.45 Uhr im Ratssaal befassen. Zu Beginn und am Ende können Fragen an Politik und Verwaltung gestellt werden.

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