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Bad: Neue offene Fragen

Langenhagen Bad: Neue offene Fragen

Eine Insolvenz für die Hallenfreibad-GmbH Godshorn ist absehbar, aber sie droht nicht akut. Dies ist die erste Botschaft, die aus den jetzt der Stadt nachgereichten Zahlen zu lesen ist. Eine Sondersitzung des Rates noch vor der Wahl ist damit vom Tisch. Doch die neuen Zahlen werfen neue Fragen auf.

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Kann das Freibad in Godshorn zumindest für den Übergang erhalten bleiben?

Quelle: Neander

Godshorn. Wenige Stunden vor Ablauf der Ladungsfrist für eine außerordentliche Ratssitzung vor der Wahl kam am Dienstag die erst einmal erfreuliche Nachricht: Akut drohe der Hallenfreibad GmbH in Godshorn keine Zahlungsunfähigkeit. Ein Antrag auf Beginn eines Insolvenzverfahrens müsse deshalb jetzt nicht gestellt werden. Und auch ein sofortiger Zuschuss seitens der Stadt sei nicht nötig.

Diesen Schluss zieht dem Vernehmen nach der von der Stadt eingeschaltete Fachanwalt nach Prüfung der von Bürgermeister Mirko Heuer Mitte vergangener Woche eingeforderten Zahlen. Heuer wollte den Jahresabschluss 2014 und 2015 sowie die aktuelle betriebswirtschaftliche Abrechnung für den August 2016 mit einer Prognose der Liquidität bis Jahresende. 

Diese Zahlen überraschen: Denn während noch bis Freitagmorgen in diversen mündlichen Gesprächen und zuvor kreuz und quer versendeten E-Mails eine sofortige Geldspritze der Stadt als einzige Überlebenschance der Betreibergesellschaft benannt wurde, erscheint die Situation seit Freitagnachmittag in anderem Licht. Danach sei der laufende Betrieb noch bis Jahresende finanzierbar. Eine Zahlungsunfähigkeit, so die Einschätzung im Rathaus, sei dann aber in Sicht.

Dies kommt auch für die Gesellschaft überraschend. Dem Vernehmen nach sind die unterschiedlichen Darstellungen auf Kommunikationsschwierigkeiten mit dem bislang beauftragten Steuerbüro zurückzuführen. In den kommenden Tagen sollen alle Unterlagen einem neuen Unternehmen zur Prüfung übergeben werden.

Für die Stadt, wie Bürgermeister Mirko Heuer auf Nachfrage erklärte, bietet sich nun die Möglichkeit, in Ruhe alle nun offenen Fragen zu erläutern, Verträge zu prüfen und dann auf Sicht eine Lösung zu finden.

Unter dessen offenbart sich, dass der Ratsbeschluss von 2012 zum Betriebsende, der öffentliche Betrieb sei vier Wochen vor der Eröffnung des neuen Schwimmbades zu beenden, unwirksam ist. Der 1999 geschlossene Vertrag zwischen Stadt und GmbH nennt vielmehr ein Ende bereits acht Wochen vor dem Start. Dies sollte ermöglichen, dass die Mitarbeiter der GmbH bei einer Übernahme durch die neue Betreibergesellschaft in der Kernstadt eingearbeitet werden können. Die Vereine indessen dürfen mit eigenem Personal den Betrieb fortsetzen bis zum letzten Tag.

Von Rebekka Neander

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