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Niemand geht mit leeren Händen

Langenhagen Niemand geht mit leeren Händen

Die Hobbykunstgruppe Krähenwinkel-Kaltenweide präsentiert bei ihrer Ausstellung zwei Tage lang die Arbeiten eines Jahres.

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Günther Rümper sorgt für Nachschub an Holzspielzeug.

Quelle: Jens Niggemeyer

Langenhagen. Mit leeren Händen hat keiner der Besucher der Ausstellung Kunst und Handwerk das Dorfgemeinschaftshaus Krähenwinkel verlassen. Und das nicht nur, weil das Angebot vielfältig war. „Wir legen Wert auf Qualität“, sagt Hannelore Brendel von der Hobbykunstgruppe Krähenwinkel-Kaltenweide. Die knapp 20 Mitglieder, die einmal im Jahr - stets an Totensonntag - Ausschnitte aus ihrem Jahresschaffen präsentieren, hätten sich im Lauf der Zeit enorme Fähigkeiten angeeignet. „Einige gehen ihrem Hobby richtig professionell nach.“

Hobbykünstler stellen in Krähenwinkel ihre Werke aus - und keiner der Besucher verlässt das Dorfgemeinschaftshaus mit leeren Händen.

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Und dann liegt diese Ausstellung ja auch - strategisch geschickt terminiert - kurz vor der Weihnachtszeit. „Das ist natürlich gewollt, schließlich sind die Leute auf der Suche nach Geschenken“, sagt Brendel und schmunzelt. Und die Besucher werden offenkundig fündig. „Obwohl das Geld nicht mehr so locker sitzt, können wir uns nicht beklagen. Die Menschen kommen ganz gezielt zu uns.“ Patchworkarbeiten, Porzellanmalerei, Lampen, Holzspielzeug, Bernstein- und Silberschmuck, Töpferarbeiten, Tiffany, Kerzen und Gedrechseltes aus Holz - es gibt viel zu schauen und zu staunen.

Apropos Kunst: Die Organisatoren und Aussteller versuchen sich auch in der Kunst der Mitgliederwerbung. „Wir bräuchten dringend Nachwuchs“, gibt Ute Totzke, die stellvertretende Vorsitzende, zu - und schwärmt vom angenehmen Miteinander, bei dem auch Freundschaften entstehen. Brendel verweist darauf, dass man bei den regelmäßigen Treffen auch unter kompetenter Anleitung Kunst und Handwerk erlernen kann. „Besondere Vorkenntnisse sind keine Bedingung.“ Der Appetit komme ja bekanntlich beim Essen.

So erging es etwa Heiner Reichelt, der vor acht Jahren zur Gruppe stieß und sich von Richard Fichtner die Grundbegriffe der Malerei näherbringen ließ. „Ich habe vorher nie gemalt“, sagt der 65-Jährige, der nach einem Zeitvertreib für den Ruhestand Ausschau hielt. Reichelt malt in erster Linie Landschaftsbilder und freut sich diebisch, wenn diese Käufer finden. Nicht des Geldes wegen, wie er betont. „Es ist einfach eine tolle Anerkennung.“

30 Jahre gibt es die Kunstgruppe Krähenwinkel-Kaltenweide bereits, betont Brendel. Sowohl die kleine Künstler- und Kunsthandwerker-Kolonie als auch ihre traditionelle Ausstellung haben sich einen Namen gemacht. „Wir sind über die Grenzen Langenhagens hinaus bekannt“, sagte sie.

Als Attraktion der Ausstellung erwies sich Horst Totzke, der ein Virtuose an der Drechselbank ist und sehenswerte Arbeiten - unter anderem aus Kaffeebaumholz und Mooreiche - zur Schau stellte. Der Chef der Kunstgruppe ließ sich - genau wie alle anderen Aussteller - bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und lud sogar zum Selbstversuch ein. Und sollte dann doch ein Besucher nichts Passendes gefunden haben, packte er sich Kuchen oder Torte ein. Selbst gemacht, versteht sich.

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Von Redakteur Jens Niggemeyer

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