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Ophelia auch heute unverzichtbar

Langenhagen Ophelia auch heute unverzichtbar

Anlass für eine Feierstunde: Vor 25 Jahren wurde der Frauennotruf, das heutige Frauenberatungszentrum Ophelia, gegründet.

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Akkordeon-
Virtuosin Penélope „Penny“ Simms unterhält die Gäste der Geburtstags
feier.

Quelle: Linda Tonn

Langenhagen. Im Jahr 1990 feierte Deutschland die Wiedervereinigung und der Film „Pretty Woman“ war weltweit in aller Munde. Zur gleichen Zeit fand in Langenhagen eine Gruppe von ehrenamtlichen Frauen zusammen, die sich ans Telefon setzte und den aufwühlenden Berichten von Frauen mit Gewalterfahrungen „einfach nur zuhörte“.

Das seien die Anfänge des Frauenberatungszentrums Ophelia gewesen, erzählte die Vorsitzende Ingrid Otto den 60 Gästen in der Kleinkunstbühne daunstärs, wo der Verein am Freitagabend sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Es mache sie stolz, dass die Frauen damals mutig dieses vielerorts völlig ignorierte Thema auf die Tagesordnung hoben.

Sieben Ehrenamtliche und Festangestellte zählt der Notruf heute. Der neue Name, das griechische Wort „Ophelia“, bedeutet Hilfe und Beistand und soll ein positives Signal senden. Die Frauen beraten und helfen am Telefon, außerdem klären sie junge Mädchen ab 13 Jahren über Mobbing, Gewalt und fragwürdige Rollenbilder auf.

Als Wermutstropfen bezeichnete Otto die Tatsache, dass eine solche Institution nach so vielen Jahren noch immer gebraucht werde. Die Gewalt an Frauen trete nach wie vor in allen Schichten der Gesellschaft auf. „Es ist wichtig, sich auf allen Ebenen zu Wort zu melden“, beobachtet auch die Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, Petra Mundt. Sie lobte das Engagement der „Ophelias“, die häufig an ihre Grenzen stießen, aber trotzdem unermüdlich weitermachten.

In der Arbeit der Frauen stecke viel Herz, hob Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer in seiner Laudatio hervor. Lange Zeit war der Frauennotruf in Langenhagen das einzige Beratungsangebot in der nördlichen Region von Hannover.

Zwischen den ernsten und ermutigenden Worten wurden die Zuschauer im Saal von Penélope „Penny“ Simms und ihren verspielten Akkordeonklängen nach Paris oder mit temperamentvollen Tangos nach Argentinien entführt. Mit einem Fachvortrag und einem reichhaltigen Büfett konnte das Jubiläum anschließend feierlich ausklingen.

Von Linda Tonn

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