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Opstapje hilft aktuell 15 Familien

Langenhagen Opstapje hilft aktuell 15 Familien

Seit 2008 gibt es in Langenhagen das Bildungsprogramm Opstapje, seit November 2015 ist Sabrina Schönpflug die Projektleiterin - Zeit also für eine Bilanz. "Das Programm hat sich bewährt, ich habe es so fortgeführt." Für die Zukunft gibt es aber neue Ideen.

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Die Kinder Adrian (4) und Adelina (3) spielen zusammen mit Isabell Malek (von links), Sabrina Schönpflug, Irina Himmelreich und Heiner Peterburs.

Quelle: Hartung

Langenhagen. "Wir hoffen, dass wir auch Personen mit Fluchterfahrung in die Betreuung aufnehmen können", sagt Schönpflug. Noch gebe es aber keine Resonanz, über die Stadt Langenhagen laufe derzeit eine Anfrage bei Flüchtlingen, die bereits einen festen Wohnsitz haben. 

Der Begriff Opstapje kommt aus dem niederländischen Sprachgebrauch und bedeutet "Schritt für Schritt". Entsprechend sollen Kinder im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren mit dem Lern-, Spiel- und Bildungsprogramm Opstapje gefördert werden. Opstapje ist eine Kooperation zwischen der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA) sowie dem Mehrgenerationenhaus Langenhagen (MGH) und richtet sich an Familien in belasteten Lebenssituationen.

Aktuell nehmen 15 Familien in Langenhagen an dem Projekt teil. Nicht mehr dazu gehört ab sofort Irina Himmelreich mit ihren Kindern, denn Adrian (4) und Adelina (3) haben die Altersgrenze von Opstapje erreicht. Nahezu begeistert erzählt die Mutter von der etwa 18-monatigen Erfahrung. "Es hat mir alles sehr geholfen. Mit den Kindern wurde auf natürlichem Wege gespielt." Damit meint sie die Tatsache, dass Hausbesucherin Isabell Malek mit Adrian und Adelina auch mal gebastelt hat - es muss ja nicht immer schon ein elektronisches Spielzeug sein.

Apropos Elektronik: Aus der Nachbarschaft hörte Himmelreich davon, dass Kinder bereits im Vorschulalter mit dem iPad umzugehen wissen. Und zudem Gedichte aufsagen und lesen können. "Das hatte mich irritiert. Aber Frau Malek konnte mich beruhigen, dass ich mir keine Sorgen machen muss."

Seit siebeneinhalb Jahren gehört Malek zum Opstapje-Team. Und auch wenn das Projekt bewusst nicht professionell sein soll, wie GBA-Geschäftsführer Heiner Peterburs betont, so hat Malek natürlich einen hohen Erfahrungsschatz nach mittlerweile 50 besuchten Familien. "Das Spielen mit Papier erhöht die motorischen Fähigkeiten enorm. Das hilft den Kindern, wenn sie dann in die Schule kommen", sagt Malek, die auf 16 Stunden pro Woche kommt und nicht nur den Kindern hilft. "Viele Familien wissen nicht, dass es Sportvereine gibt und wo sie einen Arzt finden."

Das Opstapje-Projekt ist bis zum 31. Oktober 2017 befristet. "Wir sind jetzt um eine Anschlussfinanzierung bemüht und hoffen auf weitere Unterstützung der Langenhagener Kommunalpolitik", sagt Peterburs und berichtet, dass das Projekt inklusive Personal- und Sachkosten circa 60.000 Euro im Jahr kostet. Opstapje wird  finanziert vom Niedersächsischen Sozialministerium, der Stadt Langenhagen, der GBA selbst und aus Spenden.

Alle 14 Tage findet montags in den ungeraden Wochen ein Informationstreffen im MGH an der Konrad-Adenauer-Straße statt. Bei Rückfragen ist Opstapje-Koordinatorin Sabrina Schönpflug unter Telefon (0511) 9669990 erreichbar.

Von Stephan Hartung

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