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Mehr Gewerbe gewünscht, Logistik nicht

Langenhagen Mehr Gewerbe gewünscht, Logistik nicht

Bis es zur Umsetzung kommt, dürfte es noch Monate dauern. Nun hat der Ortsrat Godshorn jedoch erste Planungen für eine Erweiterung des Gewerbegebiets westlich der Münchner Straße auf den Weg gebracht. Quasi zeitgleich hat sich auch der Wirtschafts- und Finanzausschuss mit den Plänen befasst.

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Um das künftige Gewerbegebiet zu erschließen muss der bislang als Wirtschaftsweg ausgebaute Armslohweg erheblich verbreitert werden - und der unter der Brücke verlaufende Streielgraben verlegt werden.

Quelle: Sven Warnecke

Godshorn/Langenhagen. Der Ortsrat Godshorn hat den Plänen der Stadt zum westlichen Ausbau des Gewerbegebiets an der Münchner Straße zugestimmt. In der Sitzung gab das Gremium der Verwaltung die Empfehlung, die angestrebten Flächen zu erwerben und einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen. Auf den 277.911 Quadratmetern Land will beispielsweise das Unternehmen Weatherford seinen Firmensitz ausbauen. Auch ein weiteres Godshorner Unternehmen aus dem Bereich der Haustechnik soll die Erweiterung für einen neuen Firmensitz nutzen können.

„Wir denken, dass es richtig und wichtig ist, ortsansässigen Firmen eine Erweiterung zu ermöglichen", sagte Ulrich Müller (CDU). Statt weiterer Speditionen sollten aber eher Hightech-Firmen die Chance bekommen, sich am Armslohweg anzusiedeln, merkte er an. Auch sei es wichtig, die vorhandenen Wege bis zum Flughafengelände, insbesondere zum beliebten Aussichtspunkt, zu erhalten. Diese erfüllten einen wichtigen Zweck bei der Naherholung, sagte Müller.

Auch im Langenhagener Wirtschafts- und Finanzausschuss stand die Erweiterung des Gewerbegebiets mittels Informationsdrucksache auf der Tagesordnung. Die Verwaltung will vom Rat grünes Licht für den millionenschweren Erwerb der knapp 28 Hektar großen Fläche. Genereller Tenor im Ausschuss: Es sei wichtig, für expansionswillige Unternehmen Flächen zu erwerben. Doch es müsste auch klar sein, was dann dort entstehen könne, meinten Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt. Zumal das nun diskutierte Areal wesentlich größer als im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) vorgesehen sei.

Eingebettet in die Erweiterung des Gewerbegebiets in Richtung Schulenburg ist auch der Ausbau des Armslohweges. Der bislang drei Meter breite Wirtschaftsweg soll sechseinhalb Meter breit werden. An den Seiten sind längsverlaufenden Parkbuchten sowie ein zweieinhalb Meter breiter Gehweg geplant. Auch der quer durch die neue Gewerbefläche verlaufende Streielgraben soll umgesetzt werden. Die Kosten für dieses Vorhaben, das im kommenden Jahr realisiert werden soll, belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro.

Reinhard Spörer vom ADFC Langenhagen, fordert am Armslohweg für die schutzbedürftigen Fahrradfahrer - alten wie jungen - einen Radweg einzuplanen. Auch machte sich Spörer dafür stark, den Einmündungsbereich des Armslohweges auf die Münchner Straße zu begradigen, um ein Unfallrisiko zu minimieren.

Sowohl der Ortsrat Godshorn, wie auch zuvor der in Schulenburg wünschen sich zudem den Neubau einer zusätzlichen Auffahrt zur Autobahn 352, um die westlichen Ortsteile vom Transportverkehr zu entlasten. „Es sieht nicht so aus, als wenn das zeitnah geschehen könne", sagte im Ortsrat indes die städtische Verkehrsplanerin Anette Mecke mit Blick auf geringe Chancen auf Bundeszuschüsse. „Es würde die Stelle sicherlich entlasten, aber auch nur die eine Fahrtrichtung", schlussfolgerte sie.

Von Nils Oehlschläger und Sven Warnecke

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