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Stachlige Sträucher sollen Kinder fernhalten

Langenhagen Stachlige Sträucher sollen Kinder fernhalten

Nach dem Tod eines Jungen befasst sich der Ortsrat Schulenburg mit der Frage, wie Kinder vom unbedarften Betreten eines Feuchtbiotops abgehalten werden können. Der Stadt schweben stachlige Sträucher vor. Der Ortsbürgermeister hält das für Quatsch und schlägt einen Schafzaun vor - aus Kostengründen.

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Die Stadt will das Feuchtbiotop am Bultwiesenweg mit stachligen Sträuchern für Kinder unzugänglich machen, damit nicht erneut ein Unglück geschieht.

Quelle: Sven Warnecke

Schulenburg. Im Februar vor zwei Jahren war ein sieben Jahre alter Junge beim Spielen mit seinen zwei Freunden auf das leicht zugefrorene Gewässer am Bultwiesenweg in Schulenburg geraten und ins Eis eingebrochen. Die Feuerwehr konnte das bereits stark unterkühlte Kind zwar noch bergen. Doch drei Tage nach dem Unglück mussten die Ärzte in der Medizinischen Hochschule ihren Kampf um das Leben des im Koma liegenden Jungen einstellen. Der Tod hatte seinerzeit nicht nur im Dorf und in der Schule große Betroffenheit ausgelöst, auch den Rettern der Feuerwehr ging das Schicksal des kleinen Schulenburgers nahe.

In der Folge erreichten den Petitionsausschuss der Stadt Langenhagen drei Eingaben für mehr Sicherheit an dem kleinen Teich. Allerdings verwarf der Ausschuss sowohl die Idee eines Zaunes wie auch das Zuschütten des Gewässers. Grundsätzliche Zustimmung erntete indes der Vorschlag, im Umfeld des Teiches stachlige Sträucher zu pflanzen. Diese sollen verhindern, dass sich speziell Kinder unüberlegt oder gar stürmisch dem Ufer nähern und sich so in Gefahr bringen. Die Gesamtkosten beziffert die Stadtverwaltung auf etwa 10000 Euro.

"Uns ist das zu teuer", sagt Schulenburgs Ortsbürgermeister Dietmar Grundey auf Anfrage. Denn dann müssten ja alle Gewässer in der Stadt vor dem unbedarften Betreten entsprechend abgesichert werden, meint er auch mit Blick etwa auf den Schulenburger Südsee. Denn dort habe es bereits vier tödlich verlaufende Unfälle gegeben. "Wer soll das bezahlen", fragt Grundey. Aus diesem Grund favorisiert er auch einen einfachen, engmaschigen Schafzaun - und zwar nur an der an den Spielplatz angrenzenden Gewässerseite. Er könnte sich durchaus vorstellen, dass das der Ortsrat in Eigeninitiative erledigt. Dazu will der Landwirt selbst die Löcher für die Weidepfähle bohren. Diese Variante kostet höchstens 200 Euro, wirbt Grundey für seine Idee. Diese will er im Vorfeld der Sitzung dem Ortsrat vorstellen.  
Die Sitzung des Ortsrates Schulenburg beginnt am Mittwoch um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus am Amtsweg 3. Vor und nach dem öffentlichen Teil können die Anwohner Fragen stellen.

Von Sven Warnecke

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