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Bleibt das Freibad ein Freibad?

Godshorn Bleibt das Freibad ein Freibad?

Geht es um die Zukunft des Bad-Areals an der Berliner Allee, dann sollen die Godshorner mitreden können. So sieht es ein Prüfauftrag an die Verwaltung vor, den am Dienstagabend der Ortsrat mehrheitlich beschlossen hat.

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Wie geht es weiter nach dem eigentlichen Aus fürs Freibad? Die Politiker wollen Ideen diskutieren - mit den Bürgern.

Quelle: Archiv

Godshorn. Dem Beschluss ging eine Debatte in der Einwohnerfragestunde und unter den Politikern voraus, die sich vor allem mit der finanziell schwierigen Situation der Hallenfreibad GmbH beschäftigt hatte – zeitlich parallel tagten die Gesellschafter. Unabhängig von dieser Entwicklung beantrage seine Fraktion, dass das Freibad auch nach dem eigentlichen Aus wegen des neuen Bades als Freibad weiterbetrieben werden soll, sagte Fraktionschef Ulrich Müller. „Das ist die beste Nachnutzung“, erklärte er mit Verweis auf eine Umfrage, die die Christdemokraten unter den Godshornern durchgeführt hatten.

Derzeit sieht der Ratsbeschluss vor, dass vier Wochen vor dem Start der neuen Wasserwelt der Betrieb in Godshorn eingestellt wird. Ein Konzept für die weitere Nutzung des Areals mit Hallenbad und Freibad sowie Umkleiden und Grünanlagen liegt noch nicht vor.

Müller wehrte sich gegen den Vorwurf, den Antrag so kurz vor der Wahl aus populistischen Gründen gestellt zu haben. „Eigentlich sind wir zu spät dran“, sagte er während der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus, an der viele Einwohner, aber auch CDU-Mitglieder aus den anderen Ortsteilen teilnahmen. „In einer reichen Stadt wie Langenhagen soll mir einer ernsthaft erklären, dass es kein Geld für ein Freibad gibt“, sagte Müller.

„Wenn es einen Plan gibt für den Weiterbetrieb, dann stimme ich gerne zu“, sagte Ulrich Weyel (SPD) und fügte hinzu, ein städtischer Zuschuss sei unwahrscheinlich, deshalb seien neue Ideen gefragt. Der Sozialdemokrat stellte einen Gegenantrag, dass die Verwaltung den Erhalt des Freibades auch nach der Eröffnung der Wasserwelt in Langenhagen prüfen und alternative Vorschläge unterbreiten soll. „Dann diskutieren wir darüber im Ortsrat und stimmen sie unter Beteiligung der Öffentlichkeit ab“, gab Weyel seinen Fahrplan vor.

Mit den fünf Stimmen der SPD passierte dieser Vorschlag die Sitzung – die CDU folgte ihm nicht, nachdem die Sozialdemokraten den ursprünglichen Antrag abgelehnt hatten. Ein Anwohner warf der SPD in der Fragestunde vor, sie wolle keine eigenen Ideen entwickeln. „Wir machen uns Gedanken, wollen aber auch einen bürgernahen Dialog führen“, sagte Ortsbürgermeister Willi Minne. Ihn wie auch Ortsratsbetreuerin Regine von der Ah attackierte Zuhörer Manfred Hoppe, der das Verfahren des Gegenantrags als unpolitisch und unrechtmäßig geißelte – bis der ehemalige Ortsbürgermeister Detlef Euscher, erst kürzlich aus der SPD im Streit ausgetreten, Minne zur Seite sprang und Hoppe zur Ordnung rief.

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