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Geparkte Autos behindern die Feuerwehr

Langenhagen Geparkte Autos behindern die Feuerwehr

Die Situation ist in der Stadt nicht neu: Geparkte Autos behindern die Feuerwehr bei der Arbeit und damit auch beim Retten von Menschenleben. Das Durchkommen ist für die großen Fahrzeuge häufig mühsam, zuletzt war das bei einem Einsatz am sehr schmalen Falkenweg der Fall.

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Häufig werden speziell die großen Fahrzeuge der Feuerwehr von geparkten Autos ausgebremst.

Quelle: Christian Hasse (Feuerwehr)

Langenhagen. Wegen dieses Dilemmas setzt Langenhagens Ortsbrandmeister Jens Heindorf nun auf jährliche Kontrollfahrten, teilt Feuerwehrsprecher Christian Hasse mit. "Dabei soll das Hauptaugenmerk auf Parksituationen liegen, bei denen die Feuerwehr mit ihren tonnenschweren Fahrzeugen Probleme hat, Einsatzstellen zu erreichen", betont er. Besonders das Drehleiterfahrzeug müsse gezielt in Stellung gebracht werden, um bestimmte Punkte zur Rettung erreichen zu können, unterstreicht er die Bedeutung des Durchkommens.

Nun hatte Heindorf Boris Ehrhardt, Leiter der städtischen Abteilung Sicherheit, Ordnung und Umwelt, zu einer Fahrt mit der Drehleiter eingeladen. Dabei hatte nicht nur der Ortsbrandmeister mehrere Anlaufstellen auf seiner Liste, sondern Ehrhardt auch, berichtet Hasse weiter. Ein immer wiederkehrendes Problem stellten seinen Angaben zufolge die Straße Im Hohen Felde und die sogenannte Vogel-Siedlung – unter anderem auch der Falkenweg – dar. Dort gelange die Feuerwehr oftmals an ihre Grenzen, weiß Hasse aus leidvoller Erfahrung.

Aus den jetzt gewonnenen Erkenntnissen soll nun diskutiert werden, welche Möglichkeiten die Stadtverwaltung hat, um die Situation zu verbessern, sagt Hasse. Konkret hat die Stadt bereits am Buschkamp Halteverbote eingerichtet. "Im Weiteren soll überprüft werden, wo diese eventuell erneuert oder gegenüber von Stichstraßen, die vom Buschkamp abgehen, noch aufgebracht werden müssen", teilt Stadtsprecherin Juliane Stahl die ersten Ergebnisse mit.

So sollen am Wohldamm die nahe der Straße liegenden Findlinge versetzt und die Bäume zurückgeschnitten werden. Im Hohen Felde müsse indes zunächst geprüft werden, "ob ein Teil der Fahrbahn mit Halteverboten belegt werden kann, um dort nur noch versetztes Parken zuzulassen", sagt Stahl weiter auf Anfrage. Am Stadtweg werde angesichts der dort geplanten Feuerwache Engelbostel-Schulenburg zunächst geklärt, inwieweit mittels Entfernung der Parkflächenmarkierung eine kurzfristige Verbesserung der Parksituation herbeigeführt werden könne. Doch nicht nur die Verwaltung kann der Feuerwehr bei Einsätzen helfen.

"Die Bürger sind ebenso angehalten, über ihren gewählten Parkplatz nachzudenken, ob dadurch nicht vermeintliche Rettungswege beeinträchtigt werden", mahnt Heindorf. Er und Hasse erinnern daran, dass bei der Menschenrettung jede Sekunde zählt. Allein ausreichend gewählte Abstände zwischen den Autos würden schon helfen. "Auch das Parken kurz vor Kreuzungen ist für die Feuerwehr oftmals hinderlich, da die großen Einsatzfahrzeuge mehr Platz zum Abbiegen benötigen", sagt Hasse.

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