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Pastor gesteht: „Wir haben uns bei ihr beworben“

Engelbostel Pastor gesteht: „Wir haben uns bei ihr beworben“

Die Durststrecke ist zu Ende: Die Martinsgemeinde in Engelbostel bekommt eine neue Diakonin. Nora Büttner übernimmt die Stelle, die Harry Pötker im Frühjahr verlassen hat. Für Büttner ist es die erste Stelle nach ihrer Ausbildung. Die Martinsgemeinde muss sich die Diakonin mit Berenbostel teilen.

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Nora Büttner tritt heute als neue Diakonin der Martinsgemeinde ihren Dienst an. Pastor Rainer Müller-Jödicke freut sich drauf.

Quelle: Neander

Langenhagen. Heute ist die Durststrecke zu Ende: Die Martinsgemeinde in Engelbostel bekommt eine neue Diakonin. Nora Büttner übernimmt die Stelle, die Harry Pötker im Frühjahr verlassen hat. Für Büttner ist es die erste Stelle nach ihrer Ausbildung. Die Martinsgemeinde muss sich die Diakonin mit Berenbostel teilen.

Wenn sich beim ersten öffentlichen Auftritt im neuen Job alles um die Hinterlassenschaften eines Jungbullen dreht, könnten zartbesaitete Seelchen auf merkwürdige Gedanken kommen. Nora Büttner hat jedoch herzlich gelacht: Sie hat die Idee des Kuh-Fladen-Lottos beim Gemeindefest im Juli nicht nur mit gesundem Humor genommen, sie hat auch den tieferen Sinn gesehen. Das Lotto finanziert ihre Stelle. Zumindest zu einem Teil. Denn die Martinsgemeinde sammelt zudem sehr emsig auch über andere, vielleicht konventionellere Wege Spenden für die Stelle der Diakonin. Die andere Hälfte der Personalkosten trägt die Kirchengemeinde in Berenbostel, wo Büttner ebenfalls als Diakonin tätig sein wird.

Büttner - gebürtig in Osnabrück und „bodenständig“ sozialisiert in einer Gemeinde am Deister - hat in Hannover studiert und ihr Berufspraktikum in einem ganz besonderen Jugendzentrum in Linden absolviert. Die dortigen Jugendlichen gehören - politisch korrekt ausgedrückt - einer Randgruppe an, die „besondere Zuwendung verdient hat“. Andere würden von geistig behinderten Menschen sprechen. Nun wird es wieder um eine spezielle Gruppe gehen, ganz eigener Art. Denn wenn man Pastor Rainer Müller-Jödicke über die Jugend in seiner Gemeinde sprechen hört, klingt es nach Begeisterung in Reinkultur. Nicht nur, weil sie Büttners Vorgänger Pötker einen tränenreichen Abschied nach nur eineinhalb Jahren beschert hat. Sondern weil sie sich in beeindruckender Weise engagierte.

Büttner ist sich dieser Situation bereits bewusst und hält sich bei der Frage nach Plänen für den neuen Job entsprechend zurück. „Erst mal ergründen, wozu die Lust haben“, lautet die Maxime der 24-Jährigen. Sicher ist bereits, dass Büttner unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Konfirmation in der zweiten Klasse der Grundschule übernimmt.

Müller-Jödicke jedenfalls freut sich bereits seit Längerem auf den heutigen Tag. Als Vorsitzender des Diakonen-Ausschusses hat er mehrere Bewerbungen gesehen. Ohne Details verraten zu wollen, lässt er am Ende des Gesprächs keinen Zweifel an der neuen Kollegin: „Wir haben uns bei ihr beworben.“ Die Diakonin wird am Sonntag, 4. Oktober, im Gottesdienst durch Superintendent Holger Grünjes eingesegnet.

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