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Polizei hat die Jugendkriminalität im Blick

Langenhagen Polizei hat die Jugendkriminalität im Blick

Kinder und Jugendliche haben im vergangenen Jahr in Langenhagen 158 Straftaten begangen. Das ist die schlechte Nachricht. Die eher gute: Das sind lediglich 7,1 Prozent aller Taten in der Stadt.

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Polizeichef Andreas Alder (links) und der Leiter des Ermittlungsdienstes Rüdiger Vieglahn präsentieren die in Langenhagen erhobenen Daten zur Jugendkriminalität.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Das geht aus einer erstmals erfassten Statistik hervor. Gleichwohl betont die Polizeispitze, auch weiterhin einen Fokus auf den Nachwuchs zu legen – und dafür die immensen Präventionsbemühungen fortzusetzen.

Das hat es im Bereich der Polizeiinspektion Burgdorf – dazu gehört auch das Langenhagener Kommissariat – noch nicht gegeben: Die Beamten haben zwecks Einordnung der Kriminalität und Gefährdung von Jugendlichen eine eigene Statistik der von dieser Altersgruppe verübten Straftaten erstellt. Diese wurde jetzt Vertretern des Jugendamtes, des Präventionsrates, der Schulen und der Johanniter vorgestellt.

„Wir investieren so viel in Prävention“, meinte Langenhagens Polizeichef Andreas Alder auch in Anspielung auf die fünf Kontaktbeamten, die in Langenhagen ihren Dienst verrichteten. Doch Prävention sei im eigentlichen Sinne so nicht messbar.

Wichtig sei, immer die Relation der Zahlen im Blick zu behalten, betonte der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes (KED) Rüdiger Vieglahn. Denn im Jahr 2015 verzeichnete das hiesige Kommissariat etwa 2200 Straftaten. Davon wurden 158 Straftaten (7,1 Prozent) von Minderjährigen unter 18 Jahren begangen. Diese Gruppe stelle aber in Langenhagen einen Bevölkerungsanteil von immerhin 17 Prozent.

Bei den Straftaten zählte der KED-Leiter Körperverletzungen, Raub, räuberische Erpressung, Bedrohung oder Nötigung auf. Von Jugendlichen begangene Taten wurden 37-mal zur Anzeige gebracht. Hinzu kommen beispielsweise 34 Diebstähle sowie sieben Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Alder und Vieglahn betonen unisono, dass jede Straftat eine zu viel sei. Genau aus diesem Grund werde die Polizei weiter ein Auge auf die Jugend haben, damit diese an sich positive Statistik so bleibe.

Kommentar

Die Polizei gönnt sich den vermeintlichen Luxus, gleich fünf Kontaktbeamte ins Stadtgebiet zu entsenden. Denn angesichts der Bevölkerungszahl sind eigentlich nur zwei im Stellenplan des hiesigen Kommissariats vorgesehen. Gleichwohl rekrutiert die Polizeispitze dafür drei weitere Beamte aus den eigenen Reihen. Diese Entscheidung der Verantwortlichen trägt offensichtlich Früchte – selbst wenn Prävention nicht wirklich messbar ist. Das unterstreicht auch die im Vergleich zu anderen Kommunen eher geringe Zahl an Jugendstraftaten. Dass sich die Polizeispitze nun aber nicht auf den Lorbeeren ausruht, sondern die Bemühungen fortsetzt, ist nur konsequent.

Von Sven Warnecke

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