Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Polizei sucht auf Flohmarkt nach Diebesgut

Langenhagen Polizei sucht auf Flohmarkt nach Diebesgut

Abgeschliffene Rahmennummern an Fahrrädern, gebrannte DVDs und anderes Diebesgut: Die Polizei begibt sich auf Spurensuche auf dem Langenhagener Flohmarkt. Erst Anfang dieses Jahres wurde ein Mann überführt, der gestohlene Reinigungsmittel in großen Mengen verkaufen wollte.

Voriger Artikel
Herabfallender Ast verletzt Frau
Nächster Artikel
Ein neues Wichtelhagen entsteht

Die Polizisten Heinz Vogeler (vorn) und Werner Böwer suchen auf dem Flohmarkt in Langenhagen nach
gestohlenen Fahrrädern.

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. Die Tarnung ist geglückt: Heinz Vogeler und Werner Böwer sehen aus wie waschechte Schnäppchenjäger. Vogeler hat den Schlapphut tief ins Gesicht gezogen, sein Kollege Böwer trägt eine Schirmmütze und einen Brustbeutel. Vorsichtshalber nimmt er seinen Regenschirm mit. „Mit Schirm sieht unauffälliger aus, oder?“, fragt er grinsend.

Die Polizei geht regelmäßig auf dem Langenhagener Flohmarkt Streife. Erst Anfang dieses Jahres wurde ein Mann überführt, der gestohlene Reinigungsmittel in großen Mengen verkaufen wollte. Heute wollen die Polizisten auch aus einem aktuellen Anlass die Augen offen halten. „Erst gestern Abend ist dieses Fahrrad gestohlen worden“, erzählt Vogeler und zeigt im Vorfeld der Patrouille einen Zettel. Darauf ist ein Bild des gestohlenen Rades zu sehen. Über dem Bild ist die Rahmennummer notiert.

Die Polizisten halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass sie das gestohlene Fahrrad heute finden werden. „Viele Räder sind aus unterschiedlichen Teilen zusammengebaut und aufgewertet“, sagt Böwer. „Die Diebe schleifen auch oft die Rahmennummer ab oder sagen, sie hätten das Fahrrad bereits so gekauft. So ist ihnen nur noch schwer etwas nachzuweisen.“

Dann beginnt der Einsatz. Vogeler und Böwer steuern einen alten VW-Kleinbus zum nahe gelegenen Parkplatz an der Pferderennbahn. Dort besuchen sie den Flohmarktleiter Christian Nahrwold. „Heute sind nur 25 Prozent der Händler da“, sagt dieser. Noch am Morgen hatte es geregnet. Neben der Polizei kümmern sich auch Nahrwold und seine Männer darum, dass der Betrieb auf dem Trödelmarkt ordnungsgemäß abläuft. „Wenn wir die Standgebühr kassieren, schauen wir schon genau auf die angebotenen Waren“, erzählt er.

Die Beamten wollen sich jedoch selbst ein Bild machen und beginnen ihren Rundgang. Immer wieder halten Vogeler und Böwer an und betrachten die Auslagen an den Ständen. Ihr Blick wandert über DVD-Hüllen oder Verpackungen von Spielen für Spielekonsolen. „Gefälschte Hüllen sind inzwischen nur noch schwer von den Originalen zu unterscheiden“, sagt Vogeler. „Danach schauen aber auch die Kollegen vom Zoll“, sagt daraufhin Böwer. „Die kontrollieren hier auch regelmäßig.“

Vor einem Lastwagen stehen neben gebrauchten Elektrogeräten und Autoreifen auch eine Reihe Fahrräder. „Dann wollen wir mal schauen“, sagt Vogeler. Böwer nähert sich unauffällig den Auslagen. Währenddessen vergleicht Vogeler die Räder mit dem Bild des gestohlenen Rades. Wenig später ist klar: Das gesuchte Fahrrad ist nicht dabei. „Die Räder sehen aber auch so aus, als wären sie aus verschiedenen Rädern zusammengebaut worden“, sagt Böwer. Eine Straftat können die Beamten jedoch nicht feststellen. „Der Flohmarkt ist aber auch ziemlich sauber“, betont er. Vermutlich ist das auf die regelmäßigen Kontrollen von Polizei und Marktleitung zurückzuführen.

Von Nils Oehlschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr