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Schluss heißt Schluss - auch bei Schülern

Langenhagen Schluss heißt Schluss - auch bei Schülern

„Keiner von euch würde durch Hannover laufen und fremden Menschen seinen Namen und seine Adresse verraten, richtig?“ Die 90 Schüler der vierten Klassen der Hermann-Löns-Schule sind sich in ihrer Antwort einig - und doch werden sie beim Programmen wie WhatsApp leichtsinnig.

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Musik und Gespräche: Viertklässler sprechen über Zivilcourage, neue Medien und Gewaltprävention.

Quelle: Feininger

Langenhagen. Denn viele Kinder gäben unbedacht ihre persönlichen Informationen an Programme wie WhatsApp weiter, sagt der Workshop-Leiter des Polizeiorchesters Niedersachsen. Neue Medien stellen neue Gefahren dar. Unter anderem um diesen Risiken vorzubeugen, betreibt das Polizeiorchester verstärkt Präventionsarbeit. Gespickt mit einer musikalischen Geschichte für Grundschüler wird den Viertklässlern der Zugang zu den Themen Gewalt, Zivilcourage, Neue Medien und Gefahren im Alltag erleichtert.

Seit über zehn Jahren bietet das Polizeiorchester diese Workshops an und hat in dieser Zeit schon über 1000 Schulen besucht. „Mit Musik sind wir näher an den Kindern dran“, sagt Detlef Krenz, Orchesterleiter und Moderator, die Themen seien durch die Geschichte der Grundschülerin Namene zugänglicher. Die musikalische Komposition zu der Erzählung wurde von dem Detmolder Komponisten Thiemo Kraas zusammengestellt. Mit afrikanischen Motiven begleitet das Bläserorchester aus Hannover die Hauptfigur Namene bei der Suche nach einer Lösung.

Namene ist ein fröhliches Schulkind, das sich in der Schule aufgrund ihres afrikanischen Äußeren mit körperlicher und seelischer Gewalt konfrontiert sieht. „Geh’ doch dahin zurück, wo du herkommst!“, wird das in Deutschland geborene Mädchen von ihren Klassenkameraden beleidigt. Nachdem sie gestoßen worden ist, werden gegen seinen Willen Handyfotos des weinenden Mädchens aufgenommen und über das Internet verbreitet.

Dass dieser Umgang mit Mitschülern unfair ist, sieht man den Schülern der Hermann-Löns-Schule an. Sie „alle kennen die Stopp-Regel“, sagt die Rektorin Petra Adolf. In drei Workshops lernen die Schüler, wie sie sich und andere medial und persönlich schützen können, ohne sich selbst zu gefährden und wann sie Hilfe holen sollten. Dabei wird ihnen beispielsweise erklärt, wie sie ihren WhatsApp-Zugang richtig von ihrem Smartphone löschen können. Die musikalische Geschichte dient als Beispiel, an dem sich die Schüler orientieren, während sie zunehmend verstehen, welche Folgen körperliche sowie seelische Schmerzen haben können. Lehrerin Amelie Wetzel hofft das Konzert im Frühjahr auch für die dritten Klassen organisieren zu können. Gerade die Gewaltprävention im Zusammenhang mit neuen Medien sei wichtig, da die Schüler, die das Internet nutzen, zunehmend jünger werden, ist auch Adolf überzeugt.

Weitere Informationen zu den Workshops gibt es auf der Homepage unter www.polizeiorchester.polizei-nds.de Bei Rückfragen und Terminabsprache hilft Koordinator Detlef Krenz. Die Dauer der Schulworkshops beträgt etwa zweieinhalb Stunden.

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Von Anna Feininger

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