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Projekt "Seniorenbegleiter" gestartet

Langenhagen Projekt "Seniorenbegleiter" gestartet

Nun werden Nägel mit Köpfen in der Stadt gemacht. Mit einer Schulung für Ehrenamtliche ist das Projekt „Nachbarschaft im Quartier - Seniorenbegleitung“ jetzt in Wiesenau gestartet.

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Bettina Kupferschmidt, Referentin der Johanniter Akademie Hannover, grenzt in der Auftaktveranstaltung ganz genau ein, was ein Seniorenbegleiter ist - und was eben nicht.

Quelle: privat

Langenhagen. „Ich habe Zeit und möchte mich sinnvoll engagieren und Menschen unterstützen“, sagt eine Teilnehmerin zum Auftakt, die auch zur Schulung für die ehrenamtlichen Seniorenbegleiter gekommen ist. „Ich bin krankheitsbedingt in Frührente und suche eine neue Aufgabe. Der Kontakt zu älteren Menschen ist interessant, deshalb mache ich mit“, sagt eine andere. Beide wollen vorerst namentlich nicht genannt werden.

Die Motivationen sind unterschiedlichster Natur, berichtet anschließend die Leiterin des KSG-Quartierstreffs, Claudia Koch. Sie organisiert zusammen mit Christel Kolossa-Saris vom Seniorenbüro der Stadt Langenhagen die für die Teilnehmer kostenlose und auf 50 Stunden ausgelegte Schulung der künftigen Ehrenamtlichen.

Zunächst haben sich zehn Teilnehmer beiderlei Geschlechts gemeldet. Alle eint ein Gedanke: sich für andere Menschen einzusetzen und diese zu unterstützen. „Manche sind auch schon aktiv und möchten ihr Ehrenamt mit theoretischem Wissen untermauern, um im Alltag ,auf Nummer sicher zu gehen‘“, sagt Koch weiter. Und deshalb schult die KSG gemeinsam mit der Stadt die Ehrenamtlichen, um ihnen so die Basis für den Einsatz der Seniorenbegleiter zu geben. Es geht etwa um Kommunikation, Gesprächsführung, Notfälle im Alter und rechtliche Grundlagen, listet Koch die Aufgaben auf.

Am Ende des ersten Seminarwochenendes sei dann auch allen offen klargeworden, dass in der Seniorenbegleitung sehr viel Verantwortung stecke, und nicht nur „Bespaßung“. Schließlich übernähmen die Ehrenamtlichen viele Aufgaben, die Know-how und Fingerspitzengefühl erfordern, beispielsweise die Begleitung zur Krankenkasse oder zum Arzt oder auch Friedhofsbesuche.

Bettina Kupferschmidt, Referentin der Johanniter Akademie Hannover, grenzte für die Teilnehmer der Schulung deshalb auch ganz genau ab, was ein Seniorenbegleiter ist, und was er eben nicht ist: „Seniorengleiter sind keine Pflegekräfte oder Reinigungs- und Kochkräfte, keine Rechtsanwälte oder Therapeuten. Sie sind aber sehr wohl Unterstützer in Alltagsfragen, organisieren und leisten den älteren Menschen vor allem Gesellschaft und gestalten gemeinsam ihre Freizeit.“

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