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Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Stadtbahn

Langenhagen Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Stadtbahn

Der zweite Bahntote binnen 24 Stunden: Für einen 24-jährigen Radfahrer kam am Montagmorgen jede Hilfe zu spät. Nach Aussage der Polizei überquerte er die Walsroder Straße auf der falschen Seite der Kreuzung – dennoch suchen die Ermittler nun Zeugen.

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Tödlicher Unfall: Der Radfahrer wurde an der Walsroder Straße von einer Stadtbahn erfasst.

Quelle: Uwe Dillenberg

Langenhagen. Der junge Mann war nach bisherigen Erkenntnissen gegen 8.30 Uhr mit seinem Mountainbike vom Harzweg gekommen und wollte die Walsroder Straße offenbar in Richtung Hannover überqueren. Er wählte dazu den südlichen Überweg, an dem ein aus Richtung Hannover gekommener Lastwagen wartete. Dass unmittelbar dahinter eine Stadtbahn in Richtung Langenhagen nahte, konnte der Radfahrer deshalb offenbar nicht sehen. Er kollidierte direkt hinter dem Fahrzeug mit dem Triebwagen der Bahn.

Am Montagmorgen ist ein Radfahrer in Langenhagen nach einem Zusammenstoß mit einer Stadtbahn gestorben.

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Durch den Aufprall wurde der Mann mitsamt seinem Rad rund zehn Meter weit auf die Kreuzung geschleudert. Dabei erlitt er nach Aussage der Rettungskräfte so schwere innere Verletzungen, dass alle Versuche erfolglos blieben, ihn wiederzubeleben. Aller Wahrscheinlichkeit nach sei er sofort tot gewesen. Die Frontscheibe der Bahn ging wegen der Wucht der Kollision zu Bruch.

Nach Aussage des Verkehrsunfalldienstes war der Radfahrer auf der für ihn falschen Seite der Kreuzung unterwegs. Vom Harzweg kommend hätte er den nördlichen, ebenfalls mit einer Ampel gesicherten Überweg nutzen müssen. In diesem Fall wäre ihm die Sicht auf die Bahn nicht vom wartenden Lastwagen versperrt gewesen. Ob der Radfahrer überdies trotz Rotlichts über Straße und Gleise gefahren ist, war für den Verkehrsunfalldienst am Montag noch nicht geklärt. Der Fahrer des Lastwagens hatte ausgesagt, die Ampel habe für ihn Rot gezeigt. Allerdings können sich die Stadtbahnfahrer die Querung der Kreuzung freischalten, was auch dem Autoverkehr in gleicher Richtung die Weiterfahrt erlaubt und Rotlicht für Fußgänger und Radfahrer nach sich zieht.

Nach Aussage der Polizei werden sich die Ermittlungen noch einige Tage hinziehen. Sie bitten Zeugen, sich unter Telefon (05 11) 1 09 18 88 zu melden.Der 54-jährige Fahrer der Stadtbahn wurde unmittelbar nach dem Unfall von Mitarbeitern der Üstra psychologisch betreut. Während die Strecke für Stadtbahnen bereits kurz nach 9 Uhr wieder freigegeben werden konnte, blieb die Walsroder Straße in Richtung Norden bis 10.30 Uhr gesperrt.

Keine 24 Stunden zuvor war am Bahnhof in Kaltenweide ein 15-Jähriger beim widerrechtlichen Überqueren der Gleise von einer Regionalbahn erfasst worden. Der Junge wurde bei dem Unfall tödlich verletzt.

Rebekka Neander

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