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Schulzentrum: Jetzt ist der Planer gefragt

Langenhagen Schulzentrum: Jetzt ist der Planer gefragt

IGS und Gymnasium haben ihren Ideal-Plan für das Schulzentrum vorgelegt. Die Politik will sich vorerst nicht einmischen und übergibt das Konzept den Planern. Sie sollen aufzeigen, was an der Konrad-Adenauer-Straße überhaupt Platz findet. Am Montag debattiert darüber der Rat.

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Was soll weg, was kann bleiben und wieviel Platz bietet die Fläche überhaupt für ein neues Schulzentrum? Nach der Vorlage der Idealvorstellung durch die Schulen, sollen nun die Planer zeichen, was überhaupt realisierbar ist.

Langenhagen. Erstmal ist es eine gute Nachricht. "Ja, das ist ganz gut gelaufen!", lässt sich der neue IGS-Rektor Timo Heiken am Tag nach der Sitzung des Bildungsausschusses beeindruckt vernehmen. Und auch der neue Leiter des Gymnasiums, Matthias Brautlecht, war noch am Abend selbst voll des Dankes für die letztlich gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Am Montag wird nun der Rat über das entscheiden, was ihm der Fachausschuss einstimmig empfohlen hat: Alles, was sich IGS und Gymnasium für den umfassenden Neu- und Umbau des abbruchreifen Schulzentrums wünschen, soll den Planern übergeben werden. Erst danach will die Politik in die Diskussion einsteigen. Nämlich dann, wenn die Planer überprüft haben, was überhaupt Platz findet an der Konrad-Adenauer-Straße.

Diese Rechnung wird in mancherlei Hinsicht zu überprüfen sein: Soll die Stadtbibliothek auch dorthin umziehen? Die rotgrüne Ratsmehrheit hat dies zum Ziel erklärt. Doch sowohl beide Schulleitungen als auch die Leitung der Stadtbibliothek selbst sehen dies anders, weil die Nutzergruppen zu unterschiedlich seien.

Zudem ist ungeklärt, ob der E-, F- und G-Trakt erhalten bleiben oder auch abgerissen werden sollen. Die Brandschutzgutachter, die im Sommer vergangenen Jahres das definitive Ende für den A-, C- und H-Trakt verkündet hatten, halten jene Trakte für sanierbar. Eine erste Machbarkeitsstudie jedoch sieht die Kosten für eine sanierte Wiederherstellung des Ist-Zustandes nur rund fünf Millionen Euro unter den Kosten für einen Neubau des gleichen Baukörpers - der in seiner jetzigen Form allerdings nicht mehr den inhaltlichen Ansprüchen der Schulen genügt.

Beide Schulen wünschen sich den Verbleib auf dem Gelände, weil sie bei einem Auszug kaum zu hoffen wagen, für jede würde eine Mensa und ein Außensportgelände gebaut. Wenn aber beide trotz erhöhten Platzbedarfs durch Sprachlernklassen und Inklusion dort bleiben wollen, kann dies nach Einschätzung beider Schulrektoren nur mit bis zu dreigeschossigen Gebäuden gelingen. Derzeit sind mehrere Trakte nur ein- oder zweigeschossig.

Furcht vor dem Ergebnis der jetzt ausstehenden Plan-Zeichnungen hat Heiken nicht. "Es sind am Ende nur rund 5500 Quadratmeter mehr, die wir zusammen zusätzlich benötigen würden." Bevor am Schulraumprogramm gestrichen würde, sollte jedoch eher auf den Zuzug der Stadtbibliothek verzichtet werden.

Der Rat der Stadt befasst sich mit diesem Thema am Montag von 18 Uhr an im Ratssaal.

Von Rebekka Neander

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