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Rat stimmt für Module und günstigen Wohnraum

Langenhagen Rat stimmt für Module und günstigen Wohnraum

Der Rat der Stadt Langenhagen hat entschieden: In Krähenwinkel soll preisgünstiger Wohnraum entstehen und an den Standorten Grenzheide und Am Moore in Godshorn könnten - bei Bedarf - Module zur Flüchtlingsunterbringung gebaut werden.

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Hinter dem Bauernpfad soll günstiger Wohnraum entstehen.

Quelle: Malecha

Langenhagen/Krähenwinkel. In punkto bezahlbarer Wohnraum hat der Rat bei seiner Sitzung am Montagabend die Weichen gestellt: Mit nur zwei Gegenstimmen wurde dem Projekt am Bauernpfad in Krähenwinkel zugestimmt.

Dort entstehen aktuell zweistöckige Gebäude in Holzbauweise für bis zu 60 Flüchtlinge. Nun sollen zwei weitere Gebäude in gleicher Bauweise auf dem angrenzenden Gelände folgen. Davon sollen vor allem Geringverdiener und Familien mit Kindern profitieren, die sich derzeit die teuren Mietpreise in Langenhagen nicht leisten können. Dank des parallelen Baus können Synergieeffekte genutzt werden.

Die Miete für die Wohnungen, in denen bis zu 34 Personen leben können, sollen bei 5,40 Euro pro Quadratmeter liegen. Baukosten: bis zu 2,5 Millionen Euro. Die Wohnungen haben einen höheren Standard als die angrenzenden Flüchtlingsunterkünfte, sagte Baudezernent Carsten Hettwer.

Das Vorhaben wurde vor der Ratssitzung auch im Ortsrat Krähenwinkel diskutiert. Dort stimmten alle Mitglieder dem Vorschlag zu. „Die Lage in Langenhagen ist prekär, ich halte es für nötig, Wohnraum zu schaffen“, sagte Ortsrats- und Ratsmitglied Marc Köhler (SPD).

Rat stimmt für die Beschaffung von zwei Modulanlagen zur Flüchtlingsunterbringung

Mit 27 Ja- und sieben Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen stimmte die Ratsmehrheit auch für die Beschaffung von zwei Modulanlagen für die Flüchtlingsheim-Standorte Am Moore in Godshorn und Grenzheide – zum Unmut von Willi Minne (SPD): „Wir sind in der Pflicht, die grüne Lunge Godshorns zu erhalten.“

Auch Jens Mommsen (BBL) sprach sich gegen die Beschaffung der Modulanlagen aus, da sie ihm zu teuer erscheinen. In Isernhagen werde für die Hälfte gebaut, sagte er. „Man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen“, entgegnete Bürgermeister Mirko Heuer. Er gab auch zu bedenken, dass es manchmal Sinn mache „den ein oder anderen Euro mehr in die Hand zu nehmen.“ Vielleicht würden manche Standards auch dazu beitragen, dass es in Langenhagener Flüchtlingsunterkünften bisher so ruhig geblieben ist.

Ob die Projekte verwirklicht werden, ist noch unklar. Gebaut werde nur, wenn es eine deutliche Steigerung bei den Flüchtlingszahlen gibt – diese kommen aber erst im Juni. Die Verwaltung tue ihr möglichstes, Flüchtlinge in bestehenden Gebäuden unterzubringen. Der Standort Desbrocksriede wurde aufgegeben, da er zu abgelegen ist und so die Chance auf Integration gemindert sei.

Weitere Themen des Rats:

Die Sanierung des Langenhagener Theatersaals wird teurer als geplant: Der Rat genehmigte nun, dass zusätzliche 80 000 Euro in das Projekt gesteckt werden. Zwar hat die Politik die Kosten auf 1,9 Millionen Euro gedeckelt, doch für die Steuerung der Beleuchtung des Saals sind unerwartet zusätzliche elektronische Bauteile erforderlich, um die Lampen zentral bedienen zu können.

Neues Gesicht im Kulturausschuss: Weil Ingrid Kohne ihr Mandat als Mitglied des Seniorenbeirats niedergelegt hat, scheidet sie auch als Vertretung im Bildungs- und Kulturausschuss aus. Ihr Nachfolger wird Dieter Palm.

Einstimmig hat der Rat die Änderung des städtischen Wohnraumförderprogramms beschlossen, um so den besonderen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen.lis

Von Lisa Malecha

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