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Ratten fressen sich durch Rohre

Langenhagen Ratten fressen sich durch Rohre

Ratten im Allgemeinen lösen bei den meisten Menschen bereits ein Unwohlsein - gar Ekel - aus. Schlimm wird es jedoch, wenn sich die Nager in Wohnungen niederlassen - wie in einer KSG-Wohnung.

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Wenn Essensreste durch die Toilette gespült werden, kann das Ratten in die Abwasserrohre locken.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Veronika K. (Name von der Redaktion geändert) steigt nach ihren Erlebnissen nur noch mit einem unguten Gefühl in ihre Badewanne. Denn an diesem eigentlich wohligen Ort hatte die 38-Jährige die erste Berührung mit den ungebetenen Gästen in ihrer KSG-Wohnung im Langenhagener Zentrum. „Es war ein seltsames Krabbeln und Kratzen unter der Badewanne zu hören“, berichtet sie. „Doch zu sehen war zunächst wegen der Fliesen nichts.“

Die Mutter eines achtjährigen Sohnes - die betont, nie Essensreste über die Toilette zu entsorgen - meldete daraufhin ihren Verdacht bei der KSG. „Ich hatte ein ungutes Gefühl, mein Kind allein in der Wohnung zu lassen“, sagt sie. Doch der Ansprechpartner habe ihr zunächst geantwortet, dass es in Deutschland keine Rattenprobleme gäbe. Als sich die Nager auf für sie zunächst unsichtbarem Weg bis zur Küche vorgearbeitet hatten, rief die Mieterin erneut bei der Wohnungsgesellschaft an. Diese habe daraufhin einen Kammerjäger geschickt, wie KSG-Sprecherin Aline Ilsen auf Anfrage berichtet.

Der habe auch Gift ausgelegt, bestätigt die Mieterin - allerdings wohl ohne Erfolg. Die Ratten seien weiter zu hören gewesen, mittlerweile auch in den Wänden. Die 38-Jährige beschaffte sich daraufhin zunächst selbst eine Falle - und hatte prompt zweimal damit Erfolg. Von der KSG habe sie erst einmal auch nichts mehr gehört. Doch dann kam Wochen später wieder Bewegung in die Angelegenheit. Das Unternehmen schickte Handwerker, die die inzwischen lokalisierten defekten Rohre austauschen sollten. In diese in den Wänden verlegten Abwasserleitungen hatten die Nager Löcher gefressen.

„Doch das Unternehmen hat das nicht ordnungsgemäß ausgeführt“, gesteht KSG-Sprecherin Ilsen. Zumindestens nicht so, wie es der Kammerjäger vorgegeben hatte. „Dadurch ist das leider in Verzug geraten.“ Erst nachdem ein anderer Handwerker beauftragt worden sei, konnte die unangenehme Angelegenheit aus der Welt geschaffen werden - nach knapp sechs Monaten.

Zwar ist die Wohnung der 38-Jährigen nun erst einmal von Ratten befreit. Doch es wurmt sie schon. „Warum hat das alles so lange gedauert?“ Für sie vielleicht auch ein Trost: „Grundsätzlich sehen wir in Langenhagen kein Gefährdungspotenzial. Der Fall der Mieterin war eine Ausnahme“, teilt Ilsen mit.

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