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Schüler müssen nicht um ihre Ohren fürchten

Langenhagen Schüler müssen nicht um ihre Ohren fürchten

Angelika Illg brachte es auf den Punkt. "Ich möchte, dass ihr nachher rausgeht und es verstanden habt." Die Mitarbeiterin der Hörzentrums der Medizinischen Hochschule Hannover erklärte der Klasse 7c der Robert-Koch-Realschule ein wichtiges Organ - das Ohr. Es war der Auftakt zu einem Musikprojekt.

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Angelika Illg bringt den Schülern das komplexe Organ namens Ohr näher.

Quelle: Hartung

Langenhagen. Die RKS nimmt am Programm "Zeitgenössische Musik in der Schule" teil (siehe unten). Im Oktober und November wird der Klangkünstler Heiko Wommelsdorf mit den 31 Schülern an insgesamt fünf Unterrichtseinheiten durch die Schule und durch Langenhagen gehen, um bei diesen Spaziergängen verschiedene Klänge und Geräusche wahrzunehmen. Dies alles soll dann in eine Installation unter dem Titel "So klingt eure Stadt, so klingt eure Schule" münden.

Die Aufführung, zusammen mit sieben anderen Schulen aus Niedersachsen, erfolgt am 17. November in Hannover. Und weil zum Projekt auch ein Einblick in die Funktionsweise des Ohrs gehört, stand für die Schüler nun vorab 45-minütiger Unterricht über die Anatomie des Hörorgans auf dem Programm - und das alles im Musikraum.

Außenohr, Mittelohr, Innenohr - wie eine Lehrerin hält Angelika Illg einen Zeigestock in der Hand, der aber aus dem Musikraum stammt und daher eher das Werkzeug eines Schlagzeugers ist, und deutet auf die Grafik an der Leinwand. Danach kommen Trommelfell, Hammer, Amboss und Steigbügel an die Reihe. Die Schüler sind fasziniert. "Woher weiß man eigentlich, wie es in einem Ohr aussieht?" lautet eine Frage. "Wir schneiden die Ohren auf", sagt Illg - und bemerkt die erstaunten Blicke der Schüler. "Nein, das machen wir nicht an Schülern. Aber wenn man Medizin studiert, arbeitet man eben an nicht mehr an lebenden Menschen", sagt Illg und freute sich zum Ende ihrer Präsentation, "dass die Schüler ganz Ohr wahren".

Diese Freude teilt auch Lehrerin Stefanie Krieg, vor allem zeigte sie sich über das Interesse und die Konzentration der Schüler erstaunt. "Ich hätte aber gern gewusst, welche Funktion im Ohr nicht stimmt, wenn die Schüler sonst im Unterricht nicht zuhören." Nach dem Besuch von Illg, die zusammen mit Eva-Maria Kösters vom Musikland Niedersachsen anwesend war, setzte sich der reguläre Musikunterricht fort. "Wir sorgen jetzt mit Instrumenten für ein Gewitter", kündigte Krieg an. Und beim Gewitter gibt es ja auch öfters was auf die Ohren. 

Das ist das Projekt

"Zeitgenössische Musik in der Schule" ist ein Projekt der Niedersächsichen Sparkassenstiftung in Kooperation mit der Musikland Niedersachsen gGmbH und dem Niedersächsischen Kultusministerium. In der siebten Auflage des Projekts stieß nun die Hörregion Hannover dazu. Damit ist auch das Hörzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover mit im Boot, in einer zusätzlichen Unterrichtsstunde erhalten die Schüler einen Einblick in die Funktionsweise des Ohrs.

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Von Stephan Hartung

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