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Eine alte Freundin besucht Langenhagen

Langenhagen Eine alte Freundin besucht Langenhagen

Mit Regina Colin hat eine alte Freundin die Stadt besucht. Die Brasilianerin gilt zusammen mit Ernst Müller als Initiatorin des Freundschaftsvertrages zwischen Joinville und Langenhagen. Das ist fast 40 Jahre her.

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Waltraud Krückeberg, Willi Minne, Ernst Müller und Roman Sickau nehmen Regina Colin bei ihrem Besuch im Rathaus in ihre Mitte.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Was nützt die dickste Freundschaft, wenn diese nicht gepflegt wird? Nichts. Aus diesem Grund setzen sowohl Stadt als auch Musikdirektor Ernst Müller und Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg Akzente. Das ist jetzt bei einem Besuch von Regina Colin im Langenhagener Rathaus deutlich geworden. Die Brasilianerin hatte vor knapp 40 Jahren zusammen mit Müller die Städtefreundschaft zwischen Joinville und Langenhagen initiiert.

Das Engagement von Regina Colin, ehemalige Deutschlehrerin in Joinville, einer 500 000 Menschen zählenden Metropole und damit größten Stadt des südbrasilianischen Bundesstaates Santa Catarina ist auch in Deutschland nicht verborgen geblieben. Im vergangenen Jahr wurde ihr für die Pflege der Beziehungen das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Auszeichnung hatte Ernst Müller angeregt.

„Freundschaften muss man pflegen, sonst hat man irgendwann keine Freunde mehr“, sagte Colin jetzt bei einem Besuch im Rathaus – ihr mittlerweile 17. in Langenhagen. Dort wurde sie vom stellvertretenden Bürgermeister Willi Minne begrüßt. Auch er hob die Notwendigkeit der Freundschaftspflege hervor. „Das gute bei den diversen Partnerschaften der Stadt ist, dass diese meist gelebt werden“, meint Minne. Was nütze es, Verträge zu unterzeichnen, wenn diese anschließend „in der Schublade verschwinden“ würden. „Man muss daran arbeiten, das Freundschaft weiter besteht“, betont Minne.

Knapp drei Wochen ihrer 50-tägigen Reise durch Deutschland hat Colin in Langenhagen verbracht. Wie immer bei Freunden, hebt sie im Beisein von Minne, Bürgermeisterreferent Roman Sickau, Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg und Musikdirektor Müller hervor. Letztgenannter hatte seinerzeit den ersten Kontakt zu Joinville – natürlich musikalisch. Im Lauf der Jahre war er mit all seinen Ensembles in der brasilianischen Metropole zu Besuch. Seit Oktober 1976 organisiert Colin die Auftritte und den Aufenthalt der Gäste. „Seither pflegen wir eine gute Freundschaft“, bekennt die 68-Jährige.

Am Sonntag wird Regina Colin von ihrem Freund Müller und seinen Symphonikern verabschiedet. Natürlich musikalisch. Dann erklingen beim Schorsenbummel in Hannover extra brasilianische Klänge, verspricht Müller. Und wie wichtig auch private Kontakte bei Städtepartnerschaften sind, heben sowohl Minne wie auch die ehemalige Langenhagener Bürgermeisterin Krückeberg hervor. Denn speziell ein personeller Wechsel im Rathaus könne nach Wahlen die Partnerschaft zum Einschlafen bringen, erinnert die Ehrenbürgerin etwa anhand der zeitweise fehlenden Verbindungen zu Glogou in Polen, Novo Mesto in Slovenien oder auch Rodewisch im Vogtland. Um eine Intensivierung der Beziehungen will sich in der Stadt künftig der neu gegründete Verein Städtepartnerschaft- und Freundschaftskomitee Langenhagen (SFL) kümmern.

Und wie klein die Welt doch ist, welche Verbindungen oder Zufälle es gibt, wusste Krückeberg zu berichten. Denn die Familie des langjährigen, amtierenden Bürgermeisters von Joinville, Udo Döhler, stammt aus dem Vogtland – und ja, aus der sächsischen Kleinstadt Rodewisch.

Von Sven Warnecke

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